Faszination Liga – Triathlon als Mannschaftssport
Picture: © SV Schalding-Heining

Faszination Liga – Triathlon als Mannschaftssport

March 11, 20262 minutes Reading time

Die Herrenmannschaft des SV Schalding-Heining teilt ihre Faszination für Ligawettbewerbe

Triathlon gilt generell als Einzelsportart. Ob Training, oder Wettkampf: Triathleten ziehen gerne ihr eigenes Ding durch...

Dieses Bild prägte lange Zeit auch unsere Vorstellung des Sports. Als drei unserer Athleten im Frühjahr 2024 an der Trainerausbildung für Triathlon teilnahmen, berichteten einige der anderen Teilnehmer von ihren Ligamannschaften. In uns reifte daraufhin schnell die Idee, dass wir mit dem SV Schalding-Heining auch am Ligabetrieb teilnehmen wollen. 2025 starteten wir dann tatsächlich in die erste Ligasaison. Kurzum: Wir sind begeistert! Doch leider ist diese Art Triathlon zu betreiben insbesondere in Niederbayern nach wie vor kaum bekannt. Dies möchten wir ändern, indem wir hier in den nächsten Wochen und Monaten ein paar Einblicke mit euch teilen:

Doch was macht die "Faszination Liga" für uns überhaupt aus?

Identifikation mit dem Verein

Der offensichtlichste Aspekt vorweg: Auf den teils langen Anfahrten zu den Wettkämpfen lernt man sich unweigerlich auch auf persönlicher Ebene besser kennen. Ein gemeinsamer Start für eine Mannschaft im Ligabetrieb schweißt ungemein zusammen und stärkt nicht nur den Zusammenhalt innerhalb des Teams, sondern auch die Identifikation mit dem Verein.

Abwechslungsreiche Wettkampfformate

Die Wettbewerbe werden grundsätzlich maximal über die Kurzdistanz ausgetragen. Teilweise geht es auch nur über die Supersprint-Distanz. Kurz, aber knackig sozusagen. Der BTV legt dabei viel Wert auf Abwechslung. Von Mannschaftswettbewerben, über Staffelwettbewerbe, bis hin zu Rennen mit Windschattenfreigabe, wie man sie sonst nur aus dem Profibereich kennt, ist alles geboten. Dabei bieten die unterschiedlichen Formate auch viel Raum für taktische Überlegungen im Vorfeld und öffnen damit ganz neue Facetten des Sports.

Hohes Leistungsniveau

Bereits in der Landesliga, in der man als neues Team in den Ligabetrieb einsteigt, lässt sich eine große Leistungsdichte über alle drei Disziplinen hinweg feststellen. Insbesondere bei den Schwimmstarts ging es dabei immer heiß her, was man so von regionalen, kleineren Wettkämpfen oftmals nicht gewohnt ist. Doch genau darin verbirgt sich wieder der Reiz des Ganzen: Man wächst an seinen Aufgaben und hat die Möglichkeit sich mit den kompetitivsten Athleten aus ganz Bayern zu messen.

Leistungsgrenzen neu definieren

Dass Triathleten gerne leiden liegt in der Natur dieser Sportart. In gewisser Weise ist es diese Hassliebe, die die Faszination des Triathlons an sich ausmacht. Und auch wenn man aufgrund der stetig größer werdenden Qual das Ziel auf den letzten Laufkilometern immer mehr herbeisehnt, so stellt sich im Nachgang an jeden Wettkampf immer die Frage: „War das meine Leistungsgrenze?“

Und hier können wir nach unserer ersten Ligasaison festhalten: Das, was wir aufgrund unserer Erfahrungen als Einzelathleten für uns als „Grenze“ angesehen haben lässt sich in einem Ligawettkampf noch einmal steigern. Mit dem Vereinswappen auf der Brust und dem Wissen, dass die Einzelleistung für den Teamerfolg entscheidend sein kann, setzt man noch einmal zusätzliche körperliche Reserven frei. Die Qualen werden dadurch logischerweise nicht weniger - ganz im Gegenteil. Doch der Teamspirit und das Wissen, alles für das Team gegeben zu haben, setzen nach dem Überqueren der Ziellinie auch ein ganz neues Spektrum an Emotionen frei.

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