Beim Mainova Frankfurt Marathon am 25. Oktober 2026 könnte deutsche Marathongeschichte geschrieben werden. Rekordhalter Amanal Petros hat seine Teilnahme bestätigt und trifft dort auf Richard Ringer und Samuel Fitwi. Damit stehen erstmals drei deutsche Weltklasse-Marathonläufer gemeinsam an einer Startlinie in Frankfurt.
Drei Deutsche, eine Strecke, ein Rekord im Visier
Die beiden deutschen Topathleten Samuel Fitwi und Richard Ringer werden am 25. Oktober gemeinsam an der Startlinie stehen und auf die Jagd nach dem deutschen Rekord von 2:04:03 Stunden gehen, der von Amanal Petros gehalten wird. Mit der nun bestätigten Zusage von Petros selbst wird das Rennen zum deutschen Duell der Extraklasse.
Mit ihren Bestzeiten von 2:04:45 beziehungsweise 2:05:46 Stunden stehen Samuel Fitwi und Richard Ringer in der Liste der schnellsten deutschen Marathonläufer aller Zeiten auf den Plätzen zwei und drei. In Boston lief Ringer sogar 2:04:47 auf einer Strecke, die allerdings nicht rekordtauglich war. Petros' Marke von 2:04:03 ist damit für beide durchaus in Reichweite.
Fitwi verbesserte unlängst bei seinem starken Auftritt beim Hamburg Marathon seine persönliche Bestzeit auf 2:04:45 Stunden. Damit schaffte erstmals seit Carsten Eich im Jahr 1999 wieder ein deutscher Läufer einen Podestplatz beim Hamburg Marathon. Ringer wiederum ist als Europameister von 2022 einer der erfahrensten deutschen Marathonläufer überhaupt. Er erinnert sich an Frankfurt mit besonderen Gefühlen: „In Frankfurt hat meine Wandlung vom Bahnläufer zum Marathonläufer begonnen."
Petros: Rekordhalter mit starker Saison im Rücken
Der WM-Zweite Amanal Petros hat beim Valencia-Marathon den deutschen Rekord pulverisiert. Nicht einmal drei Monate nach seinem Sensationssilber bei den Titelkämpfen in Tokio lief er in Spanien 2:04:03 Stunden. Damit wurde er zum drittschnellsten europäischen Marathonläufer aller Zeiten. Der Hannoveraner startete das Rennen verhalten und überholte auf der zweiten Streckenhälfte nahezu das gesamte Feld. Nur der kenianische Sieger John Korir blieb vor ihm.
Petros hatte sogar auf den Europarekord gezielt. Keine halbe Minute fehlte ihm schließlich zur kontinentalen Bestmarke des Belgiers Bashir Abdi aus dem Jahr 2021 von 2:03:36 Stunden. In Frankfurt könnte er nun auf einer der schnellsten Marathonstrecken der Welt erneut angreifen.
Frankfurt als Bühne für deutsche Rekordambitionen
Unter dem aktuellen deutschen Rekord blieb in Frankfurt bisher nur der Kenianer Wilson Kipsang, der 2011 nach 2:03:24 Stunden im Ziel war. Die Strecke am Main gilt als ausgesprochen schnell und flach. Es könnte also auch den ersten deutschen Sieger in Frankfurt seit 1997 geben, als Michael Fietz das Rennen gewann.
Renndirektor Jo Schindler nimmt sich selbst in die Pflicht: „Wir werden ihnen beste Rahmenbedingungen für ihre Rennen bieten. Und vielleicht können wir wie 2015 wieder deutsche Marathongeschichte schreiben."
Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen. Weitere Informationen dazu gibt es unter frankfurt-marathon.com.






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