Wer den Munich Backyard Ultra im September auf dem Zettel hat, aber noch zögert, bekommt Ende Mai die Gelegenheit, das Format vorab und ohne Wettkampfdruck kennenzulernen. Die Veranstalter organisieren am 30. Mai 2026 eine kostenlose Backyard-Simulation an der Regattastrecke München, mit maximal sechs Loops über je 6,7 Kilometer.
Was ist ein Backyard Ultra?
Die Regeln sind simpel: Jede Stunde startet eine neue Runde von exakt 6,706 Kilometern, und man muss diese Distanz innerhalb der Stunde absolvieren. Das wiederholt sich so lange, bis nur noch ein Läufer übrig ist, der die Strecke innerhalb der vorgegebenen Zeit bewältigen kann. Im Gegensatz zu klassischen Ultramarathons gibt es keinen zweiten oder dritten Platz. Wer zu spät zurückkommt oder nicht mehr antritt, scheidet aus. Punkt.
Das Format ist die Erfindung von Gary "Lazarus Lake" Cantrell, und das ursprüngliche Rennen, Big's Backyard Ultra, findet auf seinem Grundstück in Bell Buckle, Tennessee statt. Seitdem hat sich das Format zu einem weltweiten Phänomen entwickelt, mit Events in über 70 Ländern und einer internationalen Struktur, die in eine Weltmeisterschaft mündet. In Deutschland boomt das Format: Was vor wenigen Jahren noch eine Nischendisziplin für hartgesottene Ultraläufer war, hat sich inzwischen zu einem der meistdiskutierten Ausdauerformate des Landes entwickelt.
Die Simulation: Sechs Runden, kein Druck, viel Lerneffekt
Was ein Backyard Ultra auf dem Papier bedeutet und wie er sich tatsächlich anfühlt, sind zwei verschiedene Dinge. Genau diese Lücke will die Munich-Backyard-Simulation schließen. Am 30. Mai treffen sich Interessierte ab 9:00 Uhr an der Regattastrecke in München, der Start erfolgt um 10:00 Uhr. Gelaufen werden bis zu sechs Loops à 6,7 Kilometer, das entspricht maximal 40,2 Kilometern bis 16:00 Uhr.
Der Fokus liegt nicht auf Leistung, sondern auf Erfahrung: Wie organisiere ich mein Basecamp zwischen den Runden? Was brauche ich wirklich an Ausrüstung? Wie spielen Ernährung, Tempo und Erholung zusammen? Viele Backyard-Läufer messen ihre Einheiten lieber in Zeit als in Kilometern, weil das dem stündlichen Format näherkommt. Genau dieses Denken lässt sich bei der Simulation praktisch erproben.
Mit dabei sind die Partnermarken On, Suunto, Pacemaker, reboots und Sporthunger. Laufschuhe von On können direkt auf der Strecke getestet werden, Suunto hilft beim sinnvollen Einrichten der Sportuhr für das Loop-Format, und Pacemaker sowie Sporthunger geben Ernährungstipps. Abgerundet wird der Tag durch eine Recovery-Session mit reboots und Yoga.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldungen werden nach dem First-come-first-serve-Prinzip vergeben. Anmeldeschluss ist der 28. Mai 2026 um 20:00 Uhr.
Vorbereitung auf den Munich Backyard im September
Beim Munich Backyard 2025 lief der Last Man Standing 31 Stunden und legte dabei 208 Kilometer zurück, bei einem Starterfeld von 150 Teilnehmern. Der Startschuss für die vierte Edition fällt am 5. September um 6:00 Uhr morgens an der Regattastrecke in Oberschleißheim.
Das Backyard-Ultra-Format hat sich einen Ruf für seine fordernde und unvorhersehbare Natur erarbeitet, aber auch für den Zusammenhalt unter den Teilnehmern. Schlafentzug, Erschöpfung und wechselnde Wetterbedingungen gehören zu den typischen Herausforderungen. Wer im September ernsthaft antreten will, tut gut daran, das Format vorher nicht nur zu kennen, sondern am eigenen Körper gespürt zu haben. Die Simulation am 30. Mai bietet genau dafür den richtigen Rahmen, kostenlos und ohne das Risiko eines frühen DNFs beim Wettkampf.
Zur Anmeldung geht es direkt auf der Website von Munich Backyard.






0 Kommentare
Was denkst du dazu? Teile Deine Meinung mit der Community.
Melde Dich an, um einen Kommentar zu verfassen.