Berlin-Marathon 2026: Assefa verpasst Weltrekord dramatisch – Adola gewinnt in 2:02:50

Berlin-Marathon 2026: Assefa verpasst Weltrekord dramatisch – Adola gewinnt in 2:02:50
Bild: © SPOFERAN | Symbildbild (KI-generiert)

Berlin-Marathon 2026: Assefa verpasst Weltrekord dramatisch – Adola gewinnt in 2:02:50

27. September 20263 Minuten Lesezeit

Tigst Assefa gewinnt den Berlin-Marathon 2026 in 2:11:04 Stunden und verpasst den Weltrekord erst auf den letzten Kilometern. Guye Adola siegt bei den Männern in 2:02:50.

Tigst Assefa war dem Marathon-Weltrekord beim Berlin-Marathon 2026 ganz nah. Erst auf den letzten Kilometern stoppten muskuläre Probleme ihren Rekordlauf. Die Äthiopierin gewann dennoch in herausragenden 2:11:04 Stunden. Bei den Männern feierte Guye Adola seinen zweiten Berlin-Sieg in persönlicher Bestzeit.

Berlin erlebte am Sonntag ein Frauenrennen mit dramatischem Finale. Tigst Assefa lag bis kurz vor Schluss auf Kurs für den Weltrekord von 2:09:56 Stunden. Noch bei Kilometer 40 war die Bestmarke in Reichweite. Dann wurde ihr Schritt plötzlich unrund, Assefa verlor deutlich an Tempo und kämpfte sichtbar mit muskulären Problemen.

Die 29-Jährige brachte den Sieg dennoch ins Ziel – in 2:11:04 Stunden.

Damit verbesserte Assefa ihren eigenen Berliner Streckenrekord von 2:11:53 Minuten um 49 Sekunden. Ihre neue Bestzeit ist zugleich die drittschnellste Marathonzeit einer Frau überhaupt. Schneller liefen bislang nur Ruth Chepngetich mit dem offiziellen Weltrekord von 2:09:56 Stunden und Fotyen Tesfay mit 2:10:51 Stunden.

Berlin-Marathon 2026: Ergebnisse der Frauen

🥇 Tigst Assefa (Äthiopien) – 2:11:04 h
🥈 Bedatu Hirpa (Äthiopien) – 2:16:53 h
🥉 Dera Dida (Äthiopien) – 2:16:55 h

Hinter der überlegenen Siegerin entwickelte sich auf der Zielgeraden ein enges Duell um Rang zwei. Bedatu Hirpa setzte sich dabei knapp gegen Dera Dida durch. Damit gingen alle drei Podiumsplätze an Äthiopien.

Für Assefa war es bereits der dritte Sieg beim Berlin-Marathon nach 2022 und 2023. Vor drei Jahren hatte sie an gleicher Stelle mit 2:11:53 Stunden den damaligen Weltrekord aufgestellt.

Esther Pfeiffer muss Rekordversuch abbrechen

Aus deutscher Sicht sollte Esther Pfeiffer für eines der großen Themen des Rennens sorgen. Sie war mit dem Ziel gestartet, den seit 2008 bestehenden deutschen Marathonrekord von Irina Mikitenko über 2:19:19 Stunden anzugreifen.

Pfeiffer begann entsprechend offensiv und lag zunächst im Bereich der angestrebten Zeit. Noch vor Kilometer 15 musste sie das Rennen jedoch vorzeitig beenden. Zuvor hatte sie sich mehrfach mit ihrem Ehemann und Tempomacher Hendrik Pfeiffer ausgetauscht.

Schnellste Deutsche wurde stattdessen Anna Langerwisch. Die Berlinerin steigerte ihre persönliche Bestzeit um fast fünf Minuten auf 2:27:31 Stunden und belegte Rang 16.

Auch Kristina Hendel blieb mit 2:29:48 Stunden unter 2:30 Stunden.

Guye Adola gewinnt Männer-Rennen in 2:02:50

Auch bei den Männern ging der Sieg nach Äthiopien.

Nach der verletzungsbedingten Absage von Weltrekordhalter Sabastian Sawe entwickelte sich ein offenes Rennen um den Sieg. Die entscheidende Attacke setzte Guye Adola kurz vor Kilometer 35.

Der 35-Jährige löste sich von seinen Konkurrenten und baute seinen Vorsprung bis zum Brandenburger Tor weiter aus. Nach 2:02:50 Stunden überquerte Adola als Sieger die Ziellinie. Damit verbesserte er seine bisherige persönliche Bestleistung von 2:03:46 Stunden deutlich.

Es war bereits Adolas zweiter Triumph in Berlin. Seinen ersten Sieg hatte er 2021 gefeiert.

Berlin-Marathon 2026: Ergebnisse der Männer

🥇 Guye Adola (Äthiopien) – 2:02:50 h
🥈 Gemechu Dida (Äthiopien) – 2:03:19 h
🥉 Gabriel Geay (Tansania) – 2:03:59 h

Adola blieb damit zwar über Eliud Kipchoges Berliner Streckenrekord von 2:01:09 Stunden, lief aber einen der schnellsten Marathons seiner Karriere.

Haftom Welday schnellster Deutscher

Das Rennen um die beste deutsche Platzierung entschied Haftom Welday für sich.

Der Hamburger erreichte das Ziel als 16. in 2:08:25 Stunden und blieb damit nur zwölf Sekunden über seiner persönlichen Bestzeit.

Aaron Bienenfeld folgte in 2:09:18 Stunden auf Rang 20. Sebastian Hendel kam vier Plätze später nach 2:09:50 Stunden ins Ziel.

Damit blieben gleich drei deutsche Läufer unter 2:10 Stunden.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berlin-Marathons 2026

Das sportliche Bild des 52. Berlin-Marathons prägten damit vor allem zwei Äthiopier: Guye Adola feierte seinen zweiten Sieg in Berlin, Tigst Assefa ihren dritten.

Assefas Rennen dürfte dabei besonders in Erinnerung bleiben. Über fast die komplette Marathondistanz bewegte sie sich in Richtung Weltrekord – ehe ausgerechnet auf den letzten Kilometern der Körper nicht mehr mitspielte.

Der Weltrekord blieb aus. Mit 2:11:04 Stunden, einem neuen Streckenrekord und der drittschnellsten Marathonzeit der Geschichte lieferte Assefa dennoch eine der herausragenden Leistungen des Marathonjahres 2026.

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