Der Mainova Frankfurt Marathon 2026 wird in die Geschichte des Traditionsrennens eingehen, noch bevor der Startschuss gefallen ist. Am 25. Oktober stehen bei der 43. Ausgabe des Laufs vier Männer mit persönlichen Bestzeiten unter 2:05 Stunden auf der Startliste. Ein solches Aufgebot hat Frankfurt noch nie gesehen.
Renndirektor Jo Schindler, der in diesem Jahr sein 25. Jubiläum in dieser Funktion feiert, bringt die Bedeutung des Feldes auf den Punkt: „Insgesamt gesehen ist es sicherlich das schnellste Topfeld, das wir in der Geschichte des Rennens verpflichten konnten. Ich freue mich besonders, dass dabei die deutschen Männer eine große Rolle spielen, und erwarte ein mitreißendes und hochklassiges Rennen."
Petros führt ein historisches Männerfeld an
Europameister Amanal Petros (Hannover 96) geht mit seiner deutschen Rekordzeit von 2:04:03 Stunden als schnellster Läufer der Startliste ins Rennen. Neben ihm weisen auch Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier, 2:04:45) und Richard Ringer (LC Rehlingen, 2:04:47) Bestzeiten unter der 2:05-Marke auf. Komplettiert wird dieses deutsche Trio durch den Äthiopier Andualem Belay (2:04:44), der ebenfalls in diesem exklusiven Zeitbereich liegt. Vier Läufer unter 2:05 in einem einzigen Feld: Das ist für einen deutschen Marathon ein Novum.
Dass Frankfurt für solche Leistungen die richtigen Voraussetzungen bietet, ist kein Zufall. Der Frankfurter Kurs führt durch das Bankenviertel, an der Alten Oper vorbei und entlang des Sachsenhäuser Ufers. Das Höhenprofil ist nahezu komplett flach, der Gesamtanstieg liegt unter 80 Metern verteilt über 42 Kilometer. In der Frankfurter Festhalle geht es im Scheinwerferlicht über den roten Teppich über die Ziellinie. Hinzu kommen typisch günstige Herbsttemperaturen im Oktober, die Bestzeiten begünstigen.
Weitere Informationen zum deutschen Dreikampf und den internationalen Herausforderern gibt es im bereits veröffentlichten Artikel zum Elitefeld der Männer.
Assefa kehrt nach Frankfurt zurück
Auf der Frauenseite ist die Rückkehr von Meskerem Assefa das emotionale Highlight. Die Äthiopierin gewann den Frankfurt Marathon 2018 mit einem damaligen Streckenrekord von 2:20:36 Stunden. In einem hochklassigen Frauenrennen, in dem die ersten sieben Athletinnen unter 2:23 Minuten blieben, triumphierte die damals 33-Jährige und unterbot den Kursrekord um 25 Sekunden. Diese Zeit ist bis heute ihre persönliche Bestzeit und bringt sie auf der aktuellen Startliste auf Rang drei.
Dass Assefa überhaupt an den Start gehen kann, war bis zuletzt nicht sicher. Aufgrund der deutlich verschärften Visavergabe, mit der derzeit auch europäische Laufveranstalter zu kämpfen haben, war zunächst unklar, ob die Äthiopierin nach Deutschland einreisen kann. Inzwischen ist das Visum gesichert. Für die 41-Jährige ist es eine Rückkehr an den Ort ihres größten Karriereerfolgs.
Schneller als Assefa sind auf der Startliste nur Zeineba Yimer (Äthiopien, 2:18:47) und Betsy Saina (USA, 2:19:17). Insgesamt weisen fünf Läuferinnen Bestzeiten unter 2:22:00 Stunden auf, was das zweitschnellste Frauenfeld in der Geschichte des Rennens ergibt. Verletzungsbedingt absagen musste Buzunesh Getachew, die Siegerin von 2023. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem Blanka Dörfel (Berlin Athletics CC), die in Frankfurt ihr Marathondebüt gibt. Was die Berlinerin erwartet und wie sie sich vorbereitet hat, beschreibt der Artikel zu ihrem Marathondebüt ausführlich.
Die Elitefelder im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt alle gemeldeten Topathleten mit ihren persönlichen Bestzeiten für den Mainova Frankfurt Marathon 2026 am 25. Oktober.
Männer-Elitefeld
| Name | Nation | Bestzeit |
|---|---|---|
| Amanal Petros | GER | 2:04:03 |
| Andualem Belay | ETH | 2:04:44 |
| Samuel Fitwi | GER | 2:04:45 |
| Richard Ringer | GER | 2:04:47 |
| Benard Biwott | KEN | 2:05:25 |
| Haimro Alame | ISR | 2:06:04 |
| Antenayehu Dagnachew | ETH | 2:06:55 |
| Jiregna Geleta | ETH | 2:06:57 |
| Derara Hurisa | ETH | 2:08:09 |
| Jirata Dinki | ETH | 2:08:18 |
| Abe Gashahun | ETH | 2:08:35 |
| Lemawork Ketema | AUT | 2:10:44 |
Frauen-Elitefeld
| Name | Nation | Bestzeit |
|---|---|---|
| Zeineba Yimer | ETH | 2:18:47 |
| Betsy Saina | USA | 2:19:17 |
| Meskerem Assefa | ETH | 2:20:36 |
| Siranesh Yirga | ETH | 2:21:08 |
| Marion Kibor | KEN | 2:21:12 |
| Janet Ruguru | KEN | 2:23:00 |
| Mehret Gemeda | ETH | 2:23:29 |
| Milicent Jelimo | KEN | 2:24:19 |
| Obse Abdeta | ETH | 2:27:14 |
| Martina Strähl | SUI | 2:28:07 |
| Selam Fente | ETH | 2:28:22 |
| Aselef Amare | ETH | 2:28:47 |
| Blanka Dörfel | GER | Debüt |






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