Olympia-Bewerbung: München setzt sich gegen KölnRheinRuhr durch

Olympia-Bewerbung: München setzt sich gegen KölnRheinRuhr durch
Bild: © SPOFERAN Redaktion | Symbolbild (KI-generiert)

Olympia-Bewerbung: München setzt sich gegen KölnRheinRuhr durch

26. September 20261 Minute Lesezeit

Der DOSB hat entschieden: München wird deutscher Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044.

Der Deutsche Olympische Sportbund hat sich entschieden: München soll Deutschland im internationalen Bewerbungsverfahren um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 vertreten.

Die Entscheidung fiel am Samstag bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB im Kurhaus Baden-Baden. München setzte sich dabei gegen die Metropolregion KölnRheinRuhr durch.

Damit erhält München die Chance auf eine dritte Austragung Olympischer Spiele nach den Sommerspielen von 1972 und den Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen als damaligem Partnerstandort.

Steinmeier: „Der Gewinner ist Team Deutschland“

Bei der Bekanntgabe im Kurhaus Baden-Baden waren neben DOSB-Präsident Thomas Weikert auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst anwesend. Steinmeier stellte dabei den gemeinsamen deutschen Auftritt in den Mittelpunkt und betonte sinngemäß, dass es bei der Entscheidung keinen eigentlichen Verlierer gebe – der Gewinner sei „Team Deutschland“. Damit richtete sich der Blick unmittelbar nach dem nationalen Votum bereits auf das gemeinsame Ziel: Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen.

München setzt auf kurze Wege und bestehende Sportstätten

Das Münchner Bewerbungskonzept baut in großem Umfang auf vorhandener Infrastruktur auf. Eine zentrale Rolle spielt erneut der Olympiapark von 1972. Die Bewerbung wirbt insbesondere mit kurzen Wegen zwischen vielen Wettkampfstätten sowie mit der Erfahrung der Region bei internationalen Sportgroßveranstaltungen.

Auch bei der vorausgegangenen Bewertung durch den DOSB hatte München knapp vorne gelegen. Das Konzept erhielt 87,03 von 100 Punkten, KölnRheinRuhr 85,02 Punkte. Beide Bewerbungen wurden dabei als „sehr gut“ eingestuft.

Die Segelwettbewerbe sind im Münchner Konzept für Kiel-Schilksee vorgesehen.

Entscheidung über Olympia 2036 voraussichtlich 2029

Mit dem heutigen Votum steht zunächst nur der deutsche Kandidat fest. Einen Zuschlag für Olympische Spiele bedeutet die Entscheidung noch nicht.

Deutschland hat sich bewusst nicht auf ein einzelnes Austragungsjahr festgelegt. Der DOSB möchte grundsätzlich für 2036, 2040 oder 2044 bereitstehen. Das Internationale Olympische Komitee plant die Entscheidung über die Spiele 2036 nach aktuellem Stand für 2029. Zuvor folgen weitere Dialog- und Auswahlphasen.

Für 2036 haben international unter anderem Indien, Katar und die Türkei Interesse signalisiert.

Mit der DOSB-Entscheidung beginnt für München damit nun die internationale Phase der deutschen Olympia-Bewerbung.

Hat Dir der Beitrag gefallen? Lass es den Autor wissen – jetzt applaudieren oder kommentieren!

Mehr vom Autor

0 Kommentare

Was denkst du dazu? Teile Deine Meinung mit der Community.

Melde Dich an, um einen Kommentar zu verfassen.

Einloggen