Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, feiert der Sparkassen Münsterland Giro seine 20. Ausgabe. Das Jubiläumsrennen hat mit Mads Pedersen, Jasper Philipsen und Max Walscheid gleich mehrere Protagonisten, die dem Rennen weit über das übliche Maß hinaus Gewicht verleihen.
Pedersen direkt von der WM ins Münsterland
Noch am vergangenen Sonntag stand Mads Pedersen bei den Straßenweltmeisterschaften in Montreal auf dem Rad. Mit Platz sechs im Gepäck reist der dänische Ex-Weltmeister nun nach Westfalen. Vor drei Jahren wurde er beim Sparkassen Münsterland Giro Dritter, damals auf einer Strecke mit vielen Höhenmetern im Teutoburger Wald und unter schwierigen Herbstbedingungen, die das Rennen zu einer der härtesten Ausgaben der Giro-Geschichte machten. Mit seiner Bestätigung als Starter stehen nun fünf Etappensieger der diesjährigen Tour de France auf der vorläufigen Startliste: neben Pedersen auch Søren Wærenskjold, Tim Merlier, Olav Kooij und Jasper Philipsen.
Philipsen jagt den historischen Hattrick
Für Jasper Philipsen geht es am Samstag um mehr als einen weiteren Sieg. Nach seinen Erfolgen 2024 und 2025 könnte der Belgier als erster Fahrer überhaupt dreimal in Folge beim Sparkassen Münsterland Giro triumphieren. Die Konkurrenz ist jedoch beachtlich: Tim Merlier und Matthew Brennan gehören zu den stärksten Sprintern der laufenden Saison, dazu haben sich Kooij, Meeus, Girmay, Bittner und Groenewegen angesagt. Insgesamt sind zwölf WorldTour-Teams, acht ProTeams und drei deutsche Continental Teams gemeldet.
Die Strecke wird darüber entscheiden, ob es überhaupt zu einem Massensprint kommt. In der zweiten Rennhälfte warten rund 70 wellige Kilometer durch die Baumberge mit mehreren kurzen, steilen Anstiegen. Dort werden Pedersen und andere Klassikerspezialisten versuchen, das Feld auseinanderzureißen. Gelingt das nicht, bleiben noch rund 50 weitgehend flache Kilometer bis Münster, wo das Rennen über die bekannte Schlussrunde durch die Innenstadt zum traditionellen Finale vor dem Schloss führt.
Walscheid beendet seine Karriere in Münster
Unabhängig vom Rennausgang wird der 3. Oktober für Max Walscheid ein besonderer Tag. Der 33-Jährige bestreitet beim Sparkassen Münsterland Giro sein letztes Profirennen. Kein anderes Rennen hat ihn so konstant durch seine Karriere begleitet: Zum 13. Mal steht er in der Startliste. 2018 gewann Walscheid vor dem Münsteraner Schloss, damals vor John Degenkolb, Nils Politt, André Greipel und Pascal Ackermann. 2022 wurde er Dritter, 2024 Fünfter. Dass er seine Karriere genau dort beendet, wo er über viele Jahre einer der prägenden deutschen Fahrer im Starterfeld war, gibt dem Jubiläumsrennen eine zusätzliche emotionale Dimension.
Erstmals Start in Borken, Finale in Münster
Für die 20. Ausgabe gibt es eine Premiere: Das Profirennen startet erstmals in Borken. Von dort führt der Kurs über 196,6 Kilometer durch die Kreise Borken und Coesfeld bis zum Schlossplatz in Münster. Ab 11 Uhr beginnt in Borken das Rahmenprogramm, die Teampräsentation der 161 gemeldeten Fahrer findet mitten auf dem Marktplatz statt. In Stadtlohn, Gescher, Coesfeld und Darup passiert das Profifeld gleich zweimal, in Altenberge gibt es eine Sprintwertung. An all diesen Orten sind Streckenfeste organisiert, das Rennen wird dort zusätzlich live auf LED-Wänden übertragen.
Wer nicht an die Strecke kommt, kann das Rennen ab 13:10 Uhr im Livestream der ARD-Mediathek verfolgen. Streckendetails, Durchfahrtszeiten und Verkehrshinweise sind unter geo.stadt-muenster.de/giro abrufbar.







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