Deutschland bewirbt sich mit Berlin und Mitteldeutschland für Grand Départ der Tour de France 2029

Deutschland bewirbt sich mit Berlin und Mitteldeutschland für Grand Départ der Tour de France 2029
Foto: © Grand Départ Allemagne e.V. / Patrick Tichy

Deutschland bewirbt sich mit Berlin und Mitteldeutschland für Grand Départ der Tour de France 2029

29 juli 20262 minutes Leestijd

Die Bewerbung verbindet den 40. Jahrestag des Mauerfalls mit der deutsch-französischen Freundschaft. Erfahre, welche Chancen das für den Radsport bietet.

German Cycling e.V. hat am 29. Juli 2026 die offizielle Bewerbung Deutschlands für den Grand Départ der Tour de France 2029 an die Amaury Sport Organisation (A.S.O.) übergeben. Die Übergabe des Bid Books fand im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages statt, wo hochrangige Vertreter aus Politik, Sport, Wirtschaft und Diplomatie beider Länder zusammenkamen, darunter A.S.O.-Generaldirektor Yann Le Moënner und Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme.

Berlin und Mitteldeutschland als Kulisse für den Tourauftakt

Die Bewerbung sieht Berlin und die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen als Austragungsregion vor. Initiiert und erarbeitet wurde sie von Grand Départ Allemagne e.V. unter Mitwirkung der beteiligten Bundesländer; als offizieller Träger hat German Cycling e.V. sie bei der A.S.O. eingereicht. Der Bund unterstützt das Vorhaben ebenfalls.

Das Jahr 2029 bildet den historischen Rahmen der Bewerbung: Es markiert den 40. Jahrestag der Friedlichen Revolution und des Falls der Berliner Mauer. Die Organisatoren verbinden dieses Jubiläum mit der deutsch-französischen Freundschaft und sehen in einem Tourstart in der Region die Chance, die Geschichte der deutschen Einheit einem internationalen Millionenpublikum zu präsentieren.

Stimmen aus Politik, Radsport und Tourorganisation

Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Ostbeauftragte der Bundesregierung, betonte die symbolische Dimension: „Der Grand Départ der Tour de France würde diese Botschaft auf die große internationale Bühne tragen und die Leistungen der Ostdeutschen einem Milliardenpublikum eines der weltweit bedeutendsten Sportereignisse sichtbar machen."

Bernd Dankowski, Präsident von German Cycling, hob den sportpolitischen Nutzen hervor: „Ein Grand Départ 2029 bietet die Chance, den Radsport in Deutschland nachhaltig zu stärken, durch internationale Sichtbarkeit, neue Impulse für unsere Vereine und die langfristige Förderung kommender Generationen."

Rudolf Scharping, Ehrenpräsident von German Cycling und Vorstand des Grand Départ Allemagne e.V., ergänzte: „Diese Verbindung aus Geschichte, Begeisterung und Zukunft macht unsere Bewerbung besonders."

Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme zeigte sich offen für das Konzept: „Vierzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hätte ein Grand Départ in Berlin und Mitteldeutschland eine außergewöhnliche historische und symbolische Bedeutung, für Deutschland, für Europa und für die deutsch-französische Freundschaft."

Nächste Schritte im Bewerbungsverfahren

Die A.S.O. entscheidet über die Vergabe des Grand Départ in der Regel mehrere Jahre im Voraus. Deutschland war zuletzt 1987 Gastgeber eines Tourauftakts, als die Rundfahrt in West-Berlin startete. Ob die Bewerbung erfolgreich ist, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen, wenn die A.S.O. die eingegangenen Kandidaturen bewertet und eine Entscheidung trifft.

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