Am 16. August 2026 gehen die ADAC Cyclassics in Hamburg in ihre 29. Auflage. Das Starterfeld steht jetzt fest: 18 UCI WorldTeams und vier UCI ProTeams haben ihre Teilnahme bestätigt, darunter einige der besten Sprinter und Klassikerspezialisten der Welt.
Ein Feld ohne Lücken
Zu den erwarteten Fahrern zählen Jasper Philipsen und Kaden Groves (Alpecin-Premier Tech), Biniam Girmay (NSN Cycling Team), Jonathan Milan (Lidl-Trek), Olav Kooij (Decathlon CMA CGM Team), Paul Magnier (Soudal Quick-Step) und Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility). Auch deutsche Fans kommen auf ihre Kosten: Routinier und Monument-Sieger John Degenkolb, Anfahrer Max Walscheid und Sprinter Phil Bauhaus werden erwartet. Die endgültigen Aufgebote der Teams werden zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt.
Das Rennen ist Teil des UCI WorldTour-Kalenders, der höchsten Stufe des internationalen Profi-Radsports. Dieser Status verpflichtet die WorldTeams zur Teilnahme; zusätzliche Startplätze stehen eingeladenen ProTeams offen. Das Ergebnis ist ein Feld, das die gesamte Bandbreite des modernen Eintagesrennens abdeckt: von reinen Sprintern über Punch-Fahrer bis hin zu Klassikerspezialisten.
Dass das Rennen offen ist, zeigt ein Blick auf die jüngere Geschichte: Im vergangenen Jahr gab es eine Überraschung, als kein Sprinter, sondern Ausreißer Rory Townsend gewann. Davor hatte Olav Kooij 2024 auf der Mönckebergstraße die Nase vorn. Die Cyclassics lassen sich nicht auf ein einziges Siegerprofil reduzieren.
Der Waseberg entscheidet
Das Profirennen startet in Buxtehude im Landkreis Stade und führt über 206 Kilometer in die Hamburger Innenstadt. Auf dem Weg zur Entscheidung prägen fünf Passagen über den Waseberg in Blankenese das Finale.
An dem 700 Meter langen Anstieg mit einer maximalen Steigung von 16 Prozent wird auch die Van Rysel Bergwertung ausgetragen. Besonders tückisch ist der Waseberg, weil der Anstieg unmittelbar nach einer scharfen Kurve beginnt, was einen abrupten Wechsel in Übersetzung und Trittfrequenz erzwingt. Wenn die Teams ihre Kapitäne in der Spitzengruppe positionieren wollen, kämpfen die Fahrer oft auf den engen Zufahrtsstraßen am Fuß des Anstiegs.
Zwischen den Kletterpartien am Waseberg kehrt das Feld zweimal in die Innenstadt zurück, bevor das Rennen nach 206 Kilometern mit dem Finale auf der Mönckebergstraße seinen Höhepunkt erreicht. Diese Kombination schafft ein Rennen irgendwo zwischen einem Sprinter-Klassiker und einem Kräftemessen für starke Eintags-Spezialisten. Reine Sprinter können gewinnen, aber nur, wenn sie die wiederholten Anstiege, das aggressive Fahren und den schwierigen Kampf um Position auf Hamburgs engen Stadtstraßen überstehen.
Auch für Hobbyradsportler dabei sein
Die ADAC Cyclassics sind seit jeher mehr als ein reines Profirennen. Die Hobbydistanzen heißen in diesem Jahr "The Challenge" über 110 Kilometer und "The Experience" über 60 Kilometer. Alle drei Rennen enden auf der Shoppingmeile in unmittelbarer Nähe von Rathaus und Binnenalster. Die Teilnehmenden fahren auf gesperrten Straßen durch Hamburg und die Metropolregion, teilweise auf identischen Abschnitten wie die Profis.
Der sogenannte Cyclub umfasst aktuell mehr als 6.500 Personen, die erfolgreich zehnmal oder öfter an den ADAC Cyclassics teilgenommen haben. Das zeigt, wie stark das Rennen in der Breitensport-Community verankert ist. Wer selbst auf der Strecke stehen will, kann sich noch für eine der beiden Hobbydistanzen anmelden.




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