Last Soul Ultra wird zur World Series: Drei Qualifikationsrennen führen zum Finale in Deutschland

Last Soul Ultra wird zur World Series: Drei Qualifikationsrennen führen zum Finale in Deutschland
Picture: © SPOFERAN | Symbolbild (KI)

Last Soul Ultra wird zur World Series: Drei Qualifikationsrennen führen zum Finale in Deutschland

September 21, 20263 minutes Reading time

Für die dritte Ausgabe wird der Last Soul Ultra zur World Series: Qualifikationsrennen in den USA, UK und Australien führen zum Finale 2027.

Der Last Soul Ultra wird zur Weltserie. Wie Last Soul Ultra und Gründer Kim Gottwald am Sonntagabend, den 20. September 2026, über Instagram bekanntgegeben haben, führt der Weg zur dritten Ausgabe des deutschen Backyard-Ultra-Rennens künftig über drei internationale Qualifikationsrennen. Los geht die Last Soul Ultra World Series 2027 im Februar in den USA, gefolgt von einem Rennen in Großbritannien im April und einem in Australien im Juni. Das Finale findet im August 2027 wie gewohnt in Deutschland statt, der genaue Austragungsort bleibt vorerst geheim. Alle Details zum neuen Format hat der Veranstalter auf der offiziellen World-Series-Seite veröffentlicht.

Vom Geheimtipp zum internationalen Format

Ins Leben gerufen hatte den Last Soul Ultra der 23 Jahre alte Kim Gottwald aus Nordrhein-Westfalen, der sich zuvor mit spektakulären Laufprojekten einen Namen gemacht hatte, etwa als er zur Fußball-Europameisterschaft 2024 über 450 Kilometer zwischen den deutschen Spielorten zurücklegte. Bei der Premiere im Oktober 2025 in Bornheim bei Köln gingen 93 Athletinnen und Athleten an den Start, mitorganisiert vom früheren Fußball-Nationalspieler André Schürrle. Gottwald gewann sein eigenes Rennen nach 67 Runden und 448,9 Kilometern.

Die zweite Ausgabe im August 2026, wieder in Bornheim, zog bereits 160 Starter an. Nach 94 Runden, umgerechnet rund 630 Kilometer, setzte sich der US-Amerikaner Mark Dowdle durch, ein früherer College-Footballspieler, der sich zuletzt zu einem der gefragtesten Backyard-Läufer der Szene entwickelt hat. Das Format selbst stammt ursprünglich aus den USA: Ultraläufer Gary Cantrell, besser bekannt als "Laz Lake", ließ 2011 in Tennessee die erste Big's Backyard Ultra laufen. Die Regeln sind seither nahezu unverändert: Jede volle Stunde starten alle verbliebenen Läuferinnen und Läufer gemeinsam zu einer 6,706 Kilometer langen Runde, wer sie nicht innerhalb der Stunde schafft oder nicht am Start steht, scheidet aus. Gewonnen hat, wer als einzige Person eine weitere Runde absolviert. Die aktuelle Weltbestzeit im Format hält der Australier Phil Gore mit 119 Runden, aufgestellt 2025 bei der Dead Cow Gully Backyard Ultra.

Drei Kontinente, ein Finalplatz

Für die dritte Saison öffnet der Last Soul Ultra sein bislang deutsches Feld für die ganze Welt. Jedes der drei neuen Qualifikationsrennen, in den USA im Februar, in Großbritannien im April und in Australien im Juni 2027, startet mit einem Feld von 200 Athletinnen und Athleten. 50 bis 100 Startplätze vergibt der Veranstalter selbst, den Rest verlost er. Für das australische Rennen kooperiert Last Soul Ultra laut Ankündigung mit "DCG", vermutlich der Dead Cow Gully Backyard Ultra, also jenem Rennen, bei dem Phil Gore 2025 die aktuelle Weltbestzeit aufstellte.

Aus jedem der drei Rennen qualifizieren sich die 15 bestplatzierten Läuferinnen und Läufer für das Finale, garantiert zusätzlich die fünf besten Frauen. Sind bereits fünf Frauen unter den besten 15, bleibt es bei 15 Finalplätzen aus diesem Rennen. Landen ausschließlich Männer in den Top 15, wächst das Kontingent auf 20 Plätze. Auch Gleichstände zählen: Wer mit derselben Rundenzahl wie der oder die 15. Platzierte im Ziel steht, qualifiziert sich ebenfalls, dieselbe Regel gilt für den Cutoff bei den Frauen. Wer sich über mehrere Wege gleichzeitig fürs Finale qualifiziert, etwa über die Gesamt- und die Frauenwertung, bekommt trotzdem nur einen Startplatz, der nicht an nachfolgend Platzierte weitergereicht wird.

Als vierte Qualifikationsmöglichkeit zählt laut Veranstalter auch die bereits ausgetragene Last Soul Ultra 2026 aus Bornheim rückwirkend zur World Series. Die besten 15 sowie die besten fünf Frauen dieses Rennens haben sich damit unabhängig von den neuen Terminen bereits einen Startplatz im Finale 2027 gesichert, darunter Sieger Mark Dowdle.

Kooperationen mit deutschen Backyard-Events angekündigt

Nach eigenen Angaben will der Last Soul Ultra zusätzlich mit ausgewählten deutschen Backyard-Ultra-Veranstaltungen kooperieren. Deren jeweilige Siegerinnen und Sieger sollen sich ebenfalls fürs Finale 2027 qualifizieren. Welche Rennen konkret zu solchen „Soul Races“ werden, hat der Veranstalter noch nicht bekanntgegeben.

Willst du selbst an einem der Qualifikationsrennen teilnehmen, kannst du dich bereits jetzt für das US-Rennen im Februar über die Anmeldeseite registrieren, für Großbritannien und Australien öffnen die Anmeldungen laut Veranstalter in Kürze. Wie schon in den ersten beiden Saisons bleiben Austragungsort und Streckenverlauf des Finales bis kurz vor dem Start geheim, offiziell zur Sicherheit der Veranstaltung. Wer die deutsche Backyard-Ultra-Szene weiterverfolgen will, findet in der SPOFERAN Backyard-Ultra-Jahreswertung Deutschland 2026 weitere aktuelle Rennen und Ergebnisse.

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