An den Verpflegungszonen des Mainova Frankfurt Marathon leuchtet es seit 20 Jahren gelb. Tausende auf den Punkt gereifte Bananen aus ökologischem Anbau prägen das Bild an der Strecke, und dahinter steckt eine Partnerschaft, die im deutschen Laufsport ihresgleichen sucht. Der regionale Bio-Lieferservice Querbeet und der älteste deutsche Citymarathon haben ihre Zusammenarbeit nun um ein weiteres Jahr verlängert.
Renndirektor Jo Schindler und Querbeet-Gründer Thomas Wolff unterzeichneten den neuen Vertrag bei einer Feierstunde auf dem Pappelhof in Reichelsheim in der Wetterau, dem mitten im Anbaugebiet gelegenen Hauptsitz von Querbeet. Mit dabei: Hans-Georg Dannert, Vorsitzender des Umweltforum Rhein-Main, das die Nachhaltigkeitsinitiativen rund um den Marathon seit Jahren begleitet.
Fast eine Million Portionen Bio-Obst seit 2005
Die Zahlen sprechen für sich. Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2005 hat Querbeet rund 600.000 Bananen mit einem Gesamtgewicht von etwa 90.000 Kilogramm an die Strecke geliefert. Hinzu kommen rund 200.000 Äpfel in Bio-Qualität mit einem Gewicht von circa 30.000 Kilogramm, die die Teilnehmer im Zielbereich erwarten. Zusammen kommt die Kooperation damit auf knapp eine Million Portionen Bio-Obst über zwei Jahrzehnte.
Mit der Einführung von Bio-Obst in der Läuferverpflegung übernahm der Mainova Frankfurt Marathon früh eine Vorreiterrolle. Als erster Marathon überhaupt setzte die Veranstaltung auf ökologisch angebautes Obst für die Teilnehmerversorgung. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zeichnete dieses Engagement gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund als „Best Practice" aus. Es war zugleich die erste Auszeichnung des Events als „Green Marathon".
Grüner Marathon: Auszeichnung und Ambitionen bis 2030
2014 folgte die nächste Anerkennung: Die AIMS (Association of International Marathons and Road Races) verlieh dem Mainova Frankfurt Marathon den „Green Award" als weltweit umweltfreundlichsten Marathon. Seitdem haben die Organisatoren weiter in nachhaltige Strukturen investiert, unter anderem in den Bereichen Verkehr, Abfall und Energie.
Das erklärte Ziel ist ehrgeizig. Renndirektor Jo Schindler formuliert es klar: „Für unser großes Ziel, im Jahr 2030 eine klimaneutrale Ausgabe des Mainova Frankfurt Marathon zu veranstalten." Die Versorgung mit Bio-Obst von Querbeet ist dabei eine von mehreren Säulen.
Querbeet-Gründer Thomas Wolff, selbst passionierter Marathonläufer und vielfacher Teilnehmer über die 42,195 Kilometer in Frankfurt, bringt es auf den Punkt: „Marathon und Bio haben eine sehr gute Verbindung, sie funktionieren nur nachhaltig." Wolff ist nicht nur als Lieferant präsent, sondern auch im Läuferfeld. Die sogenannten Bio-Runner, eine Gruppe von Athleten, die sich laufend für nachhaltig produziertes Obst und Gemüse einsetzen, treten regelmäßig mit über 100 Läuferinnen und Läufern beim Frankfurt Marathon an.
Hans-Georg Dannert vom Umweltforum Rhein-Main erinnert daran, wie alles begann: Die Bio-Verpflegung beim Frankfurt Marathon geht auf eine Initiative von Thomas Wolff am „Runden Tisch Biovermarktung" zurück. Über viele Jahre organisierte das Umweltforum das Projekt gemeinsam mit weiteren Partnern, bevor es vollständig in die Hände von Querbeet und motion events überging.
Der nächste Mainova Frankfurt Marathon findet traditionell am letzten Oktobersonntag statt. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website unter frankfurt-marathon.com.






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