Favoriten bei der IRONMAN 70.3 WM 2026 in Nizza

Favoriten bei der IRONMAN 70.3 WM 2026 in Nizza
Fotografía: © SPOFERAN | Symbolbild (KI-generiert)

Favoriten bei der IRONMAN 70.3 WM 2026 in Nizza

September 9, 20264 minutos Tiempo de lectura

Am 12. und 13. September kämpfen über 120 Profis bei der IRONMAN 70.3 WM in Nizza um den Titel. Erfahre alles zu Strecke, Top-Athleten und Highlights.

Am Wochenende des 12. und 13. September 2026 steigt in Nizza eine der prestigeträchtigsten Titelkämpfe im Triathlon: die Precision Fuel & Hydration IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft. Über 120 Profis gehen an der Plage des Ponchettes ins Wasser, mehr als 6.500 Athletinnen und Athleten insgesamt kämpfen an der Côte d'Azur um den Weltmeistertitel auf der Mitteldistanz. Das Starterfeld liest sich wie ein Who's who des modernen Triathlons.

Der Kurs: Schwimmen im Mittelmeer, Klettern in den Alpen

Der Kurs in der Region Alpes-Maritimes beginnt mit einem 1,9-km-Schwimmen im Mittelmeer an der Plage des Ponchettes. Anschließend folgt ein 90-km-Radabschnitt über kurvige Bergstraßen mit dem Anstieg auf den Col de Vence, bevor ein 21,1-km-Lauf entlang der Promenade des Anglais den Wettkampf abschließt. Der Schwimmstart erfolgt als Einschleifenkurs ohne Neoprenanzug direkt beim ikonischen „I LOVE NICE"-Wahrzeichen. Nach dem kräftezehrenden Höhengewinn auf dem Rad erwartet die Athleten auf dem völlig flachen Laufkurs ein purer Tempotest unter der mediterranen Sonne.

Das Rennwochenende ist das vorletzte Event der 2026 IRONMAN Pro Series, bei dem 3.000 Punkte und ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar auf dem Spiel stehen. Der Sieger und die Siegerin nehmen jeweils 75.000 US-Dollar mit nach Hause.

Männer: Geens jagt den historischen Hattrick

Im Zentrum des Männerfeldes steht Jelle Geens, der beide IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaften gewonnen hat, an denen er teilgenommen hat: Taupō 2024 und Marbella 2025. Er will als erster Mann überhaupt dreimal in Serie triumphieren. Auf der Startlinie stehen auch die drei früheren Weltmeister Rico Bogen (2023), Kristian Blummenfelt (2022) sowie Gustav Iden (2019 und 2021).

Zu den weiteren Männern, die man im Auge behalten sollte, zählen Jonas Schomburg aus Deutschland, der in dieser Saison bereits beim IRONMAN Schweden gewann, sowie sein Landsmann und 2023er-Weltmeister Rico Bogen. Olympiamedaillengewinner Vincent Luis (FRA), Hayden Wilde (NZL) und Marten Van Riel (BEL) sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Lasse Nygaard Priester zählt nach einem Sieg beim 70.3 Jönköping und einem Erfolg über Geens in Zell am See zu den Formstärksten der späten Sommersaison.

Zu den prominenten Abwesenden gehört Sam Laidlow, der Nice zugunsten von Challenge Samarkand als letzten Formtest vor Kona ausgelassen hat.

Frauen: Offenes Rennen nach Charles-Barclays Rückzug

Titelverteidigerin Lucy Charles-Barclay wird in diesem Jahr nicht antreten. Die Britin erklärte, die Entscheidung sei ihr sehr schwer gefallen, letztlich aber habe das Kalkül für Kona den Ausschlag gegeben: „Ich möchte nicht in einem schwierigen Moment auf Hawaii das Gefühl haben, meine beste Leistung in Nice gelassen zu haben. Wenn ich es so betrachte, wird das Verhältnis von Risiko und Ertrag klar."

Das Frauenfeld wird angeführt von der dreifachen 70.3-Weltmeisterin Taylor Knibb (USA), der zweifachen WM-Zweiten Kat Matthews (GBR), der amtierenden IRONMAN-Weltmeisterin Solveig Løvseth (NOR) sowie der Deutschen Laura Philipp, die 2024 ihren IRONMAN-Weltmeistertitel in Nizza gewann. Auch die Französin Marjolaine Pierré wird auf heimischem Boden antreten, nach Siegen beim IRONMAN 70.3 Aix-en-Provence und einem zweiten Platz beim IRONMAN 70.3 Jönköping in dieser Saison. Komplettiert wird das Feld durch Paula Findlay, Julie Derron und Imogen Simmonds.

Das Frauenrennen startet am Samstag, 12. September, um 6:30 Uhr MESZ, das Männerrennen folgt am Sonntag, 13. September, ebenfalls um 6:30 Uhr MESZ. Beide Rennen werden kostenlos live auf dem IRONMAN YouTube-Kanal und unter ironman.com/proseries übertragen. Als Kommentatoren sind unter anderem Mirinda Carfrae, Craig Alexander und Daniela Ryf im Einsatz.

Die wichtigsten Profis im Überblick

Männer (Auswahl)

Name Nation Besondere Auszeichnungen
Jelle Geens BEL Amtierender 70.3-Weltmeister (2024, 2025)
Kristian Blummenfelt NOR 70.3-Weltmeister 2022, Olympiasieger Tokio 2020
Gustav Iden NOR 70.3-Weltmeister 2019, 2021
Rico Bogen GER 70.3-Weltmeister 2023
Casper Stornes NOR Amtierender IRONMAN-Weltmeister
Marten Van Riel BEL T100-Weltmeister 2024
Hayden Wilde NZL Olympiamedaillengewinner, 70.3-WM-Zweiter 2024
Jonas Schomburg GER IRONMAN-Sieger Schweden 2026
Lasse Nygaard Priester GER Sieger 70.3 Jönköping 2026, Sieger Zell am See 2026
Vincent Luis FRA Olympiamedaillengewinner, Heimrennen in Nizza
Lionel Sanders CAN Sieger 70.3 Dallas-Little Elm 2026

Frauen (Auswahl)

Name Nation Besondere Auszeichnungen
Taylor Knibb USA Dreifache 70.3-Weltmeisterin (2022, 2023, 2024)
Solveig Løvseth NOR Amtierende IRONMAN-Weltmeisterin (2025), Siegerin IRONMAN Texas & Hamburg 2026
Kat Matthews GBR Zweifache WM-Zweite, Siegerin IRONMAN Neuseeland, 70.3 Geelong & Elsinore 2026
Laura Philipp GER IRONMAN-Weltmeisterin Nizza 2024
Marjolaine Pierré FRA Siegerin 70.3 Aix-en-Provence 2026, Heimrennen
Paula Findlay CAN Erfahrene Langdistanzathletin
Julie Derron SUI Olympiamedaillengewinnerin Paris 2024
Imogen Simmonds SUI Mehrfache Pro-Series-Podiumsplatzierungen

Nizza ist als Austragungsort für IRONMAN kein unbeschriebenes Blatt: Laura Philipp holte hier 2024 den Langdistanz-WM-Titel, Gustav Iden gewann 2019 auf diesem Kurs seinen ersten 70.3-Weltmeistertitel. Der Col de Vence hat bereits Generationen von Athleten gefordert. Dass nun erneut die besten Mitteldistanz-Triathleten der Welt durch die Gassen der Altstadt und über die Promenade des Anglais jagen, macht dieses Wochenende zu einem Pflichttermin für jeden Triathlon-Fan.

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