Am Wochenende des 18. und 19. April verwandelt sich Wien erneut in eine der größten Laufbühnen Europas. Mit rund 49.000 erwarteten Anmeldungen für alle Bewerbe steuert der Vienna City Marathon auf das größte Laufereignis zu, das Österreich je gesehen hat. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und für 2026 gibt es neben dem gewohnten Rahmenprogramm auch konkrete Änderungen an der Strecke.
Zwei Streckenanpassungen, ein neuer Bewerb
Die VCM-Strecke ist eine große Reise zu den Highlights Wiens: vom Start bei der Reichsbrücke mit den Hochhäusern nahe der UNO-City zu ikonischen Gebäuden wie der Staatsoper, Schloss Schönbrunn und den Museen bis zum Ziel auf der Ringstraße zwischen Burgtheater und Rathaus. An diesem Grundcharakter ändert sich nichts — doch an einigen Stellen auf der zweiten Hälfte der Marathondistanz kommt es gegenüber den Vorjahren zu kleinen Adaptierungen.
Die markanteste Änderung betrifft die Kilometer 22 bis 24: Die Strecke verläuft nun über die Maria-Theresien-Straße und die Roßauer Lände. Das soll mehr Platz und eine direktere Führung bieten. Außerdem entfällt damit laut den Organisatoren ein Abschnitt, auf dem die Straßenbahn bislang parallel zum Lauf geführt werden musste.
Die zweite Anpassung betrifft den Bereich zwischen Kilometer 36 und 38: In der Schüttelstraße wartet ein geänderter Abschnitt mit besserem Straßenbelag und einer neuen Cheering Zone — der Eurovision Song Contest Fanmeile. Weil dieser Abschnitt zweimal durchlaufen wird, kann er hervorragend mit einer Cheering Zone bespielt werden. Gerade in der kraftzehrenden Schlussphase des Marathons dürfte das für zusätzlichen Schub sorgen.
Für Staffelteams gibt es ebenfalls eine Neuerung: Die zweite Übergabestelle befindet sich nun bei Kilometer 23,5 an der Roßauer Lände beim Donaukanal. Damit soll der Wechselpunkt besser erreichbar und übersichtlicher gestaltet sein.
Völlig neu im Programm ist der Tchibo Coffee Run 10K. Dieser Bewerb startet bereits um 8 Uhr auf der Reichsbrücke und ist damit der Auftakt für den großen Sonntag. Nach den zehn Kilometern wartet im Ziel nicht nur Applaus, sondern auch frischer Kaffee und Wiener Gebäck. Die korrekte Distanz aller VCM-Bewerbe wurde offiziell nach AIMS-Kriterien vermessen, selbstverständlich auch der neue Tchibo Coffee Run 10K.
Ein Wochenende, neun Bewerbe
Der 43. Vienna City Marathon verteilt sich 2026 auf zwei Tage und bringt insgesamt neun Bewerbe auf die Strecke: fünf am Samstag, 18. April, und vier am Sonntag, 19. April. Gelaufen wird seit 1984 — aus 794 Teilnehmern bei der Premiere wurde im Lauf der Jahre Österreichs größte Sportveranstaltung. Der Vienna City Marathon ist als einzige Veranstaltung in Österreich Teil des World Athletics Elite Label Programms — hohe sportliche Qualität bei Frauen und Männern ist damit garantiert.
Das Elitefeld verspricht auch 2026 Spannung über die volle Distanz. Die schnellsten gemeldeten Athletinnen sind Haftamnesh Tesfaye (2:20:13) und Tigist Gezahagn (2:21:14), beide aus Äthiopien. Bei den Männern geht auch ein Österreicher mit Ambitionen an den Start: Aaron Gruen, der österreichische Rekordhalter, überraschte im Vorjahr mit 2:09:53 und greift nun beim Vienna City Marathon erstmals auf heimischem Boden an — mit dem klaren Ziel, seine Bestmarke weiter zu verbessern.
Verkehr und Sicherheit: Wien stellt sich ein
Ein Event dieser Größenordnung verlangt ein dichtes Sicherheits- und Verkehrskonzept. Insgesamt sind rund 400 Polizistinnen und Polizisten am Marathonwochenende im Einsatz, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Der in den vergangenen Jahren erfolgreich eingesetzte uniformierte Fahrraddienst der Landesverkehrsabteilung Wien hat sich als besonders wirkungsvoll erwiesen und ist auch heuer wieder im Einsatz.
Die ersten Einschränkungen beginnen bereits am Freitagabend: Ab 17. April, 20:00 Uhr, ist die Ringstraße zwischen Stadiongasse und Schottengasse gesperrt. Insgesamt sind mehr als 40 Straßen und Verbindungen gesperrt. Wer am Wochenende in Wien unterwegs ist, sollte frühzeitig planen und auf die Öffis umsteigen. Die Startnummer gilt am Renntag als Ticket für die Wiener Linien — so kommen Teilnehmer entspannt zum Start und danach wieder nach Hause.
Trotz Baustellen in der Meiereistraße/Prater bleibt die Streckenführung in diesem Bereich bei Kilometer 5, 30 und 35 unverändert. Die Wiener Linien haben laut eigenen Angaben die Modernisierungsarbeiten entlang der Strecke so koordiniert, dass das Lauferlebnis nicht beeinträchtigt wird. Detaillierte Informationen zu Umleitungen und Streckensperren sind auf wienerlinien.at und oeamtc.at/verkehr abrufbar.







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