Alexander Kull gewinnt Köln Triathlon 2026 nach Comeback – Jenny Jendryschick siegt bei Frauen

Alexander Kull gewinnt Köln Triathlon 2026 nach Comeback – Jenny Jendryschick siegt bei Frauen
Bild: © Kölner AusdauerSport GmbH

Alexander Kull gewinnt Köln Triathlon 2026 nach Comeback – Jenny Jendryschick siegt bei Frauen

7. September 20263 Minuten Lesezeit

Mit Rekordteilnehmerzahl und perfektem Wetter kämpften die Athleten am Rhein. Kull feiert ersten Profisieg, Jendryschick entscheidet Frauenrennen auf dem Rad.

Rund 4.200 Athletinnen und Athleten, ein strahlend blauer Himmel über Köln und tausende Zuschauer entlang der Strecke: Der 5. Köln Triathlon ist in die Geschichte der Veranstaltung eingegangen. Nie zuvor waren mehr Menschen am Start. Die Sieger über die Mitteldistanz hießen Alexander Kull und Jenny Jendryschick.

Kulls Comeback krönt sich mit dem ersten Profisieg

Bei 25 Grad und nahezu perfekten Bedingungen lief Alexander Kull vom HSV Weimar nach 3:25:05 Stunden als Erster durch das Ziel am Kölner Tanzbrunnen. Für den 26-Jährigen war es der erste Profisieg seiner Karriere, und er kam zu einem denkbar emotionalen Zeitpunkt. Seit Anfang 2024 hatte Kull wegen anhaltender Probleme mit der Achillessehne mehr als ein Jahr auf Wettkämpfe verzichten müssen. „Wenn du so lange deinen Traum nicht leben kannst, zehrt das an einem. Von daher macht mich der Sieg hier noch glücklicher", sagte er nach dem Rennen.

Taktisch lief das Rennen lange auf einen anderen Sieger hinaus. Hannes Butter vom Team Erdinger Alkoholfrei dominierte Schwimmen und Radfahren und ging als Führender auf die Laufstrecke. Kull, der als starker Läufer bekannt ist, übernahm in der zweiten Laufrunde die Führung und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Butter belegte in 3:25:53 Stunden den zweiten Platz, nur 48 Sekunden hinter dem Sieger. Paul Weigand vom ESV Gemünden komplettierte das Podium in 3:26:10 Stunden.

Jendryschick entscheidet das Frauenrennen auf dem Rad

Bei den Frauen war die Entscheidung ebenfalls knapp. Jenny Jendryschick vom TriTeam Hamburg gewann in 3:49:29 Stunden und ließ damit Anastacia Damm Nielsen aus Dänemark (3:50:12) und Carolin Meyer vom Triathlon Jena (3:51:01) hinter sich. Den entscheidenden Vorteil erarbeitete sich Jendryschick auf der 88-Kilometer-Radstrecke, die sie in 2:07:05 Stunden mit einem Schnitt von 41,5 km/h absolvierte. Die Zweitplatzierte des Vorjahres, Jana Uderstadt vom Triathlon Team DSW Darmstadt, verpasste als Vierte in 3:53:01 Stunden das Podium knapp.

Ergebnisse aller Distanzen

Neben der Mitteldistanz wurden an diesem Tag auch die Olympische Distanz und die Sprint-Distanz ausgetragen. Hier die Podiumsplätze im Überblick:

Mitteldistanz Männer

Platz Name Verein / Team Zeit
1 Alexander Kull HSV Weimar 3:25:05
2 Hannes Butter Team Erdinger Alkoholfrei 3:25:53
3 Paul Weigand ESV Gemünden 3:26:10

Mitteldistanz Frauen

Platz Name Verein / Team Zeit
1 Jenny Jendryschick TriTeam Hamburg 3:49:29
2 Anastacia Damm Nielsen Dänemark 3:50:12
3 Carolin Meyer Triathlon Jena 3:51:01

Olympische Distanz Männer

Platz Name Verein / Team Zeit
1 Max Menzel TSV Bayer 04 Leverkusen 2:00:09
2 Sebastian Feser KTT01 2:02:15
3 Kenneth Warmuth KTT01 2:02:51

Olympische Distanz Frauen

Platz Name Verein / Team Zeit
1 Johanna Lorenz MTC München 2:23:43
2 Annika Perk MACH 3 2:24:12
3 Johanna Schramm Reisegruppe Langdistanz 2:26:38

Sprint-Distanz Männer

Platz Name Verein / Team Zeit
1 Tjelle Fengler Trijunion / Trimagos Magdeburg 1:07:56
2 Thilo Knipping Bunert – Der Kölner Laufladen 1:08:23
3 Maximilian Jockers NTT Data Business Solutions 1:09:54

Sprint-Distanz Frauen

Platz Name Verein / Team Zeit
1 Anna Brehler MACH 3 1:11:11
2 Vera Benkwitz KTT01 1:15:03
3 Melissa Rubio Kolumbien 1:17:47

Rekord, Rhein und Kölner Dom als Kulisse

Der Köln Triathlon hat sich seit seiner Premiere zu einer festen Größe im deutschen Triathlonkalender entwickelt. Die Strecke führt die Athleten vom Start unter der Deutzer Brücke über eine anspruchsvolle Radstrecke bis zur Laufstrecke direkt am Kölner Dom, bevor der Zieleinlauf am Tanzbrunnen wartet. Dieser urbane Charakter macht das Rennen für Zuschauer besonders zugänglich und für Athleten zu einem ungewöhnlichen Erlebnis.

Mit dem neuen Teilnehmerrekord von rund 4.200 Aktiven festigt die Veranstaltung ihren Ruf als größter Triathlon in Nordrhein-Westfalen. Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst war vor Ort und verfolgte den Start der Sprint-Distanz unter der Deutzer Brücke. Er sieht in der Veranstaltung ein Signal für die Ambitionen des Landes: „Der größte Triathlon im Land macht Spitzen- und Breitensport mitten in der Stadt erlebbar", sagte Wüst und verwies dabei auf die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele KölnRheinRuhr.

Weitere Informationen zum Köln Triathlon gibt es auf der offiziellen Website unter koeln-triathlon.com.

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