Caroline Pohle siegt mit Streckenrekord bei The Championship Samorin 2026

Caroline Pohle siegt mit Streckenrekord bei The Championship Samorin 2026
Bild: © SPOFERAN | Symbolbild (KI)

Caroline Pohle siegt mit Streckenrekord bei The Championship Samorin 2026

28. Mai 20262 Minuten Lesezeit

Nach einem starken Radrennen und neuem Streckenrekord gewinnt Caroline Pohle das Mitteldistanzrennen in Šamorín. Harry Palmer holt sich den Sieg bei den Männern.

Caroline Pohle ist derzeit kaum zu stoppen. Beim Triathlon-Saisonhöhepunkt The Championship in Šamorín, dem Vorzeige-Mitteldistanzrennen von Challenge Family, lieferte die deutsche Athletin am 24. Mai 2026 eine Vorstellung ab, die weit über ein gutes Rennergebnis hinausging. Harry Palmer (GBR) und Caroline Pohle (GER) setzten sich nach einem dramatischen Renntag als Sieger durch.

Pohles Rache: Angriff auf der Radstrecke, Rekordjagd im Ziel

Pohle musste sich früh im Rennen neu orientieren, nachdem sie nach eigener Aussage einen unerwartet schlechten Schwimmabschnitt erlebt hatte. Die Konsequenz: voller Angriff auf dem Rad. An der Hälfte der Radstrecke übernahm Pohle die Führung und baute den Abstand zu Meissner konsequent aus. Pohle fuhr den Kurs in 2:02:42 und pulverisierte dabei den Streckenrekord der Frauen um drei Minuten, mit einem Vorsprung von 2:39 auf Meissner und Sánchez.

Auf der Laufstrecke wurde es eng. Die Hitze machte Pohle in der zweiten Hälfte des Laufs zu schaffen, doch trotz Meissners Aufholjagd, die den Rückstand von über drei Minuten auf 1:47 verkürzte, blieb Pohle uneinholbar. Sie gewann das Rennen in 3:55:39. Meissner kam als Zweite in 3:57:11 ins Ziel, Katrine Graesbøll Christensen (DEN) belegte Platz drei in 3:58:32.

Was den Sieg besonders auflädt: Pohle war 2024 an genau dieser Stelle 800 Meter vor der Ziellinie kollabiert. Zwei Jahre später, auf derselben Strecke, unter ähnlicher Hitze, löste sie dieses offene Kapitel auf ihre eigene Art auf: mit einem Streckenrekord und dem Sieg. „Endlich gewinne ich hier, das ist eines meiner Lieblingsrennen", sagte Pohle am Ziel. „Ich bin wirklich glücklich und stolz auf mich heute. Ich habe auf dem Rad sehr hart gedrückt, ich war nach dem Schwimmen frustriert. Ich habe meinen inneren Frieden mit diesem Rennen gefunden, und jetzt ist es Zeit, auf Roth zu schauen."

Palmers Aufholjagd im Männerrennen

Auch das Männerrennen hatte seinen eigenen Spannungsbogen. Der junge Däne Valdemar Solok setzte auf dem Rad ein verheerendes Tempo und erreichte dabei Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Palmer lag nach dem Radabschnitt weit zurück, ließ sich aber nicht abschütteln. Mit einem Preisgeld von 100.000 Euro war das Rennen ohnehin zum hart umkämpften Duell prädestiniert, und Palmer musste lange warten, bevor er den lange führenden Solok tief in der Laufstrecke noch abfing. Palmer gewann in 3:31:55, Solok kam als Zweiter in 3:32:29 ins Ziel, Will Draper sicherte sich Platz drei in 3:33:59.

Nächste Station: Challenge St. Pölten

Pohle gönnt sich keine Pause. Auf der Frauenseite reist sie als klare Topfavoritin nach St. Pölten. Sie hat in dieser Saison bereits zwei große Siege gefeiert: zunächst beim Challenge Mogán-Gran Canaria, dann der emotionale Triumph in Šamorín. Mehr als 25 Profiathletinnen stehen am Start, darunter starke Gegnerinnen wie Diede Diederiks, Anna Pabinger und Lisa-Maria Dornauer.

Bei den Männern verspricht das Rennen eine offene Angelegenheit. Als Topfavorit gilt Finn Grosse-Freese, der aktuell auf Weltranglistenplatz 38 geführt wird und zuletzt beim Challenge Salou-Costa Daurada Fünfter wurde.

Die Challenge St. Pölten geht 2026 mit einem neuen Teilnehmerrekord an den Start: 2.500 Athleten werden in der niederösterreichischen Landeshauptstadt erwartet, so viele wie noch nie zuvor. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört das Rennen zu den Fixpunkten im internationalen Triathlonkalender, mit dem Start am Viehofner See, der Radstrecke durch die Wachau und der Laufstrecke durch die St. Pöltner Innenstadt. Das Profirennen findet am Sonntag, dem 31. Mai 2026, statt.

Für Pohle ist St. Pölten die dritte von mehreren geplanten Stationen in einer dichten Saison. Der nächste große Fokus liegt auf ihrem Langdistanzdebüt beim Challenge Roth Anfang Juli. Wer die Form der vergangenen Wochen gesehen hat, darf gespannt sein, was dort noch kommt.

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