Die ersten Favoriten der Damen beim BMW BERLIN-MARATHON 2026 im Überblick

Die ersten Favoriten der Damen beim BMW BERLIN-MARATHON 2026 im Überblick
Foto: © SCC EVENTS/Jean-Marc Wiesner

Die ersten Favoriten der Damen beim BMW BERLIN-MARATHON 2026 im Überblick

16 juni 20263 minutes Leestijd

Tigst Assefa will in Berlin erneut den Weltrekord brechen. Amane Beriso feiert Comeback, Wanjiru verteidigt Titel und Pfeiffer greift deutschen Rekord an.

Der BMW BERLIN-MARATHON am 27. September 2026 bekommt ein ordentliches Damenfeld. Veranstalter SCC EVENTS hat vier Läuferinnen bestätigt, die für ein Rennen auf absolutem Weltklasseniveau stehen: Weltrekordlerin Tigst Assefa, Comeback-Athletin Amane Beriso, Titelverteidigerin Rosemary Wanjiru und die deutsche Hoffnungsträgerin Esther Pfeiffer.

Assefa greift erneut nach dem Weltrekord

Tigst Assefa ist die dominierende Figur dieses Feldes. Die 29-jährige Äthiopierin hat den BMW BERLIN-MARATHON bereits zweimal gewonnen und dabei jeweils Geschichte geschrieben. 2022 verbesserte sie sich in Berlin um fast 20 Minuten auf 2:15:37 Stunden. Ein Jahr später folgte der Weltrekord: 2:11:53 Stunden, eine Zeit, die bis heute für gemischte Rennen mit männlichen Tempomachern gilt.

Für reine Frauenrennen hält Assefa ebenfalls den Weltrekord. Diesen lief sie zunächst 2025 in London mit 2:15:50, ehe sie ihn im Frühjahr 2026 bei ihrer Titelverteidigung an der Themse auf 2:15:41 verbesserte. Dazu kommen Olympia-Silber in Paris 2024 und WM-Silber 2025. Ihre Ankündigung für Berlin lässt wenig Interpretationsspielraum: "Ich werde wieder versuchen, den Weltrekord zu brechen."

Beriso nach Verletzungspause zurück auf der großen Bühne

Amane Beriso, ebenfalls aus Äthiopien und in Addis Abeba Trainingspartnerin von Assefa, bringt eine beeindruckende Vita mit. Beim Valencia-Marathon 2022 lief die heute 34-Jährige mit 2:14:58 Stunden die zum damaligen Zeitpunkt drittschnellste je erzielte Marathonzeit einer Frau. Ein Jahr später gewann sie den WM-Marathon in Budapest. Nach Verletzungsproblemen wählt Beriso Berlin für ihr Comeback, was für die Qualität der Strecke und des Events spricht.

Wanjiru verteidigt den Titel

Rosemary Wanjiru kennt die Berliner Strecke gut. Die 31-jährige Kenianerin lief 2022 bei ihrem Debüt in Berlin als Zweite in 2:18:00 Stunden, gewann wenig später den Tokio-Marathon und kehrte 2025 als Siegerin zurück. Im vergangenen Jahr setzte sie sich in einem Hitzerennen durch und kam in 2:21:05 ins Ziel, trotz sichtbarer extremer Erschöpfung kurz vor dem Zieleinlauf. Am 27. September geht sie als Titelverteidigerin an den Start.

Pfeiffer will deutschen Rekord angreifen

Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick auf Esther Pfeiffer von Düsseldorf Athletics. Die 28-Jährige debütierte 2023 in Köln mit 2:37:00 Stunden und gewann das Rennen dabei praktisch konkurrenzlos. Seitdem hat sie die Marathondistanz gemieden und stattdessen an ihrer Grundschnelligkeit gearbeitet. Im März 2026 lief sie beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON 67:25 Minuten, eine Zeit, die ihr Potenzial für deutlich schnellere Marathonzeiten belegt.

Nachweis: SCC EVENTS/Petko Beier  

Pfeiffer selbst gibt das Ziel klar vor: "Wenn ich mein Training bis zum Marathon in Berlin so durchziehen kann, wie ich es mir vorstelle und das Wetter es zulässt, werde ich auf deutschen Rekord anlaufen." Sie ergänzt, dass ihre Unterdistanzleistungen dieses Ziel stützen, und bekennt sich ausdrücklich dazu, Risiko einzugehen. Nach Einschätzung von SCC EVENTS hat sie das Potenzial, unter die Top Fünf der schnellsten deutschen Marathonläuferinnen aller Zeiten zu laufen.

Rund 60.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus etwa 160 Ländern werden am 27. September in Berlin erwartet, darunter neben den Straßenläuferinnen auch Rollstuhlathleten, Handbiker und Skater. Renndirektor Mark Milde fasst zusammen, was dieses Damenfeld bedeutet: "Besonders freuen wir uns über das hochklassige Elitefeld, das mit Athletinnen wie Tigst Assefa, Amane Beriso und der Titelverteidigerin Rosemary Wanjiru ein packendes Rennen verspricht."

Die gemeldeten Spitzenläuferinnen im Überblick

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die bisher bestätigten Eliteläuferinnen beim BMW BERLIN-MARATHON 2026 und ihre bisherigen Bestleistungen auf der Marathondistanz.

Name

Nation

Alter

Bestzeit

Besonderheit

Tigst Assefa

Äthiopien

29

2:11:53 (Berlin 2023)

Weltrekordlerin (gemischtes Rennen), zweifache Berlin-Siegerin

Amane Beriso

Äthiopien

34

2:14:58 (Valencia 2022)

WM-Siegerin 2023, Comeback nach Verletzung

Rosemary Wanjiru

Kenia

31

2:18:00 (Berlin 2022)

Titelverteidigerin Berlin 2025, Tokio-Marathon-Siegerin 2022

Esther Pfeiffer

Deutschland

28

2:37:00 (Köln 2023)

Ziel: deutscher Rekord; HM-Bestzeit 67:25 (Berlin 2026)

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