Schongau-Triathlon 2026: Schalding-Heining mit starker Teamleistung beim Saisonfinale der Bayernliga

Schongau-Triathlon 2026: Schalding-Heining mit starker Teamleistung beim Saisonfinale der Bayernliga
Foto: © SV Schalding-Heining

Schongau-Triathlon 2026: Schalding-Heining mit starker Teamleistung beim Saisonfinale der Bayernliga

29 juli 20262 minutes Leestijd

Regen und Rückschläge prägten den Schongau-Triathlon. Wie Schalding-Heining trotz Magenproblemen und Krämpfen das Rennen finishen konnte

Mit dem 14. Schongau-Triathlon am 26. Juli 2026 endete für den SV Schalding-Heining e.V. eine denkwürdige Bayernliga-Saison. Vier Athleten, ein früher Weckruf um 3:00 Uhr morgens und ein Rennen voller Rückschläge: Andreas Gastinger, Andreas Höcker, Kai-Uwe Withopf und Johannes Freudenstein traten zum Saisonfinale am Lech an und lieferten dabei eine Geschichte ab, die über Platzierungen weit hinausgeht.

Mannschaftssprint in Schongau: Regen, Regeln und Taktik

Am Lech, mit Blick auf die historische Altstadt von Schongau, fand der 14. Schongau-Triathlon statt. Das Wetter zeigte sich von seiner ungemütlichen Seite: Regen vor dem Start, wechselhaft während des Rennens. Die Straßen von Schongau waren nass, Kurven wurden entsprechend zurückhaltend genommen. Auf dem Programm stand eine Sprintdistanz über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad und 5 Kilometer Lauf.

Das Besondere am Bayernliga-Format: In diesem Mannschaftssprint wird der dritte Athlet jedes Teams gewertet. Ziel ist es, sich zu sammeln und gegenseitig zu helfen, um möglichst schnell zu dritt die Ziellinie zu passieren. Zusätzlich galt vollständige Windschattenfreigabe, sowohl innerhalb des eigenen Teams als auch zwischen allen Teilnehmern. Da die vier Schaldinger auf einem ähnlichen Laufniveau agieren, entschied sich das Team für eine klare Strategie: Nach dem Schwimmen in der Wechselzone aufeinander warten, den gesamten Wettkampf gemeinsam bestreiten und den Windschatten auf der Radstrecke sowie das gegenseitige Pushen beim Laufen voll ausnutzen.

Vom Neopren-Missgeschick bis zum Oberschenkelkrampf

Bereits der Schwimmstart brachte die erste Komplikation. Andreas Gastinger hatte seinen Neoprenanzug vergessen und musste den rund 19 Grad kühlen Lech ohne Neopren bezwingen. Ein klarer Nachteil, der ihn gegenüber den Teamkollegen Zeit kostete. Johannes Freudenstein kam als Erster aus dem Wasser, gefolgt von Andreas Höcker und Kai-Uwe Withopf. Auf das Zeichen Gastingers fuhren die drei zunächst zu dritt los und verließen die Wechselzone als vorletztes Team.

Das nächste Problem folgte prompt: Withopf kämpfte direkt zu Beginn der selektiven Radstrecke mit heftigen Magenproblemen. Das Team drosselte das Tempo, was es Gastinger ermöglichte, wieder aufzuschließen. Nach und nach stabilisierte sich Withopfs Zustand. Das Quartett konnte immer mehr Fahrt aufnehmen und erreichte die Wechselzone schließlich vollständig zu viert.

Beim Laufen musste Gastinger dann zunächst wieder abreißen lassen. Da im Mannschaftssprint ohnehin nur drei Athleten ins Ziel müssen, zogen Freudenstein, Höcker und Withopf zu dritt weiter. Das Team hinter ihnen erreichte zu diesem Zeitpunkt gerade die Wechselzone. Der Rückstand betrug etwas mehr als eine Minute. Dann der nächste Rückschlag: Nach rund 1,5 Kilometern erlitt Withopf einen Krampf im Oberschenkel und musste stoppen. In diesem Moment zeigte das Team seine stärkste Reaktion: Gastinger, der noch nicht aufgegeben hatte und nur gut 100 Meter zurücklag, wurde per Zeichen herangerufen, schloss auf und übernahm Withopfs Rolle als dritter Wertungsathlet. Das neu formierte Dreiergespann brachte das Rennen schließlich mit gut einer Minute Vorsprung auf das Team hinter ihnen ins Ziel.

Abstieg, aber kein Makel

Da ein weiteres Team gar nicht erst gestartet war, belegte Schalding-Heining am Ende Platz 13 von 15. In der Gesamttabelle reichte das Ergebnis noch dazu, den letzten Tabellenplatz zu verlassen und auf den vorletzten Rang vorzurücken. Den Klassenerhalt in der Bayernliga konnte das Team damit nicht mehr sichern.

Abteilungsleiter Johannes Freudenstein zieht dennoch ein positives Fazit: „Wir haben sportlich unsere Grenzen kennengelernt, aber ich bin stolz auf jeden Einzelnen in diesem Team. Wir sind zu jedem Rennen vollzählig angetreten, haben nie aufgehört zu kämpfen und sind als Mannschaft enger zusammengewachsen. Keinerlei Streitigkeiten während der ganzen Saison, immer volle Mannschaftsstärke: Das ist für mich mehr wert als jede Tabelle."

Die Erfahrungen aus einer kompletten Bayernliga-Saison, die Rückschläge, die taktischen Lernmomente und der Zusammenhalt in schwierigen Rennsituationen bilden eine Grundlage, auf der sich aufbauen lässt. Der Weg zurück beginnt im nächsten Jahr in der Landesliga Süd.

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