Laufen im K.O.-Format: PACE RACE feiert im Juni 2026 Weltpremiere in Berlin

Laufen im K.O.-Format: PACE RACE feiert im Juni 2026 Weltpremiere in Berlin
Obrázek: © PACE RACE

Laufen im K.O.-Format: PACE RACE feiert im Juni 2026 Weltpremiere in Berlin

9. květen 20263 minutes Doba čtení

Beim neuen Format der XLETIX-Gründer läufst du 1.000-Meter-Runden mit immer kürzeren Zeitlimits. Wer nicht mithält, scheidet aus und feuert an. Bist du dabei?

Stell Dir vor, du läufst eine Runde. Dann noch eine. Das Tempo zieht mit jeder Runde an, das Zeitlimit wird enger. Wer nicht mehr mithalten kann, scheidet aus dem Rennen aus und feuert von der Seitenlinie die verbliebenen Läufer an.

PACE RACE ist ein K.O.-Format auf der Laufstrecke: 1.000-Meter-Runden, 60 Sekunden Pause, immer schneller.
Matthias Ernst und Jannis Bandorski haben es im Dezember 2025 in Berlin gegründet, am 13. Juni 2026 feiert es am Flughafen Tempelhof seine Weltpremiere.

Das Regelwerk, kurz gefasst

Das Prinzip folgt einer simplen Logik, die sich mit jeder Runde zuspitzt. Alle Teilnehmenden starten gleichzeitig und laufen aufeinanderfolgende 1.000-Meter-Runden, jeweils mit einer vorgegebenen Cut-off-Zeit.
Runde 1 muss in unter 8:00 Minuten absolviert werden, Runde 2 in unter 7:00, Runde 3 in unter 6:30. Danach sinkt das Zeitlimit in 10-Sekunden-Schritten pro Runde weiter: 6:15, 6:00, 5:50, 5:40 und so weiter bis zur 28. und letzten Runde, die in unter 2:10 Minuten absolviert sein muss.
Wer über alle 28 Runden durchhält, hat in knapp zwei Stunden und 35 Minuten Laufzeit 28 Kilometer zurückgelegt. Das Motto:
// FASTER EVERY LAP.

Zwischen den Runden gibt es eine feste Erholungspause: exakt 60 Sekunden, gerechnet ab dem Cut-off-Zeitpunkt der abgeschlossenen Runde. Wer schneller ins Ziel kommt, bekommt entsprechend mehr Zeit. Wer Runde 1 zum Beispiel in 7:30 Minuten beendet, hat 30 Sekunden Vorsprung auf die Cut-off-Zeit plus die regulären 60 Sekunden: also 1:30 Minuten Pause bis zum gemeinsamen Start von Runde 2.
Nach jeder Runde gibt es zudem Wasser, Elektrolyte und Gels zur Verpflegung.

Wer eine Runde nicht im Zeitlimit schafft, wechselt direkt in die Cheering Zone, feuert die verbliebenen Läufer an und feiert die Countdowns mit den DJs. Das persönliche „PACE RACE Level" ist die Anzahl der absolvierten Runden. Das Event dauert für alle rund drei Stunden, laufend oder anfeuernd.

Die einzige Voraussetzung für Teilnehmer:innen: einen Kilometer laufen können. Das öffnet das Format für ein breites Feld, ohne die Leistungsaspekte auszuhöhlen.

Von XLETIX zur eigenen Idee

Matthias Ernst und Jannis Bandorski sind keine Neulinge. Sie haben XLETIX Challenge als Marktführer im Hindernislauf-Bereich aufgebaut, den Muddy Angel Run zur größten Frauenlauf-Serie Europas gemacht und Event-Serien wie Megamarsch und HYROX von Tag 1 an im Detail verfolgt. Über 150 Events, mehr als 30 Städte, eine Million Teilnehmende: Das ist der Hintergrund, aus dem heraus sie sich entschieden haben, noch einmal neu anzufangen.

Die Idee kam letztes Jahr, und die ersten Reaktionen machten klar, dass etwas dran ist. „Da wussten wir, wir haben mit Pace Race etwas getroffen", sagt Ernst. Auf die Frage, warum er das Wagnis eingegangen ist, antwortet er schlicht: „Als Gründer gibt es dann nur eine Möglichkeit, das herauszufinden: einfach mal machen."

Der Anspruch ist groß. Das Format existiere weltweit in dieser Form nicht, sagen die Gründer. Bis 2032 wollen sie 100 Events in 20 Ländern umsetzen und über eine Million Menschen mit einem eigenen Pace Race Level erreichen.

Was Social Racing bedeutet

PACE RACE bezeichnet sich selbst als „Social Racing". Das ist mehr als Marketing. Das Konzept löst eines der Grundprobleme von Wettkämpfen: Wer mit Freunden startet, die deutlich schneller oder langsamer sind, erlebt meistens wenig gemeinsam. Hier nicht. Gemischte Teams laufen die ersten Runden zusammen, bis das steigende Tempo die Gruppe auseinanderzieht. Wer dann bereits in der Cheering Zone steht, feuert die eigenen Leute an, die noch auf der Strecke sind.

„In keinem anderen Race kannst du mit schnelleren oder langsameren Freunden sinnvoll zusammen starten. Bei uns funktioniert das", erklärt Ernst. Die Pausen zwischen den Runden schaffen zusätzlich etwas, das Läufe selten bieten: Zeit zum Reden, für Taktik, für echten Austausch.

Für Zuschauer entsteht ein anderes Erlebnis als an einer Marathon-Strecke. Statt einmal kurz winken, können sie dieselben Läufer Runde für Runde verfolgen. Vor Ort wird aus dem Startfeld nach und nach eine Geschichte: Wer ist der Typ im Dino-Kostüm? Wer schafft die nächste Runde? Wie Ernst es formuliert: „Am Ende hat man eine andere Beziehung zu der Startwelle als vorher."

Fünf Wochen vor der Premiere

Das erste PACE RACE findet am 13. Juni 2026 auf dem Gelände des Flughafen Tempelhof in Berlin statt. Im September folgt Hamburg (Heiligengeistfeld), und im Oktober Nürnberg.

Fünf Wochen vor dem Start klingt Ernst entspannt, aber fokussiert. „Wir liegen super im Plan, fragen uns aber jeden Tag: Wie können wir das Erlebnis noch besser machen?" Kleinteilige Unwegsamkeiten, Lieferprobleme, geänderte Anforderungen: Das gehöre dazu, sagt er, und klingt dabei wie jemand, der das schon mehrfach durchgezogen hat.

Die Events sind bereits im SPOFERAN-Veranstaltungskalender gelistet. Weitere Informationen und Anmeldungen findest du also auf den SPOFERAN-Veranstaltungsseiten sowie auf pace-race.com.

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