Lisa Redlinger läuft neuen österreichischen Rekord beim Vienna 5K 2026

Lisa Redlinger läuft neuen österreichischen Rekord beim Vienna 5K 2026
Obrázek: © VCM / Roman Pfeiffer | Lisa Redlinger beim Zieleinlauf

Lisa Redlinger läuft neuen österreichischen Rekord beim Vienna 5K 2026

18. duben 20262 minutes Doba čtení

Lisa Redlinger stellt mit 15:34 Minuten neuen ÖLV-Rekord auf und sichert sich das WM-Ticket für Kopenhagen 2026.

Der Samstag des Vienna City Marathon 2026 hatte es sportlich in sich. Lisa Redlinger aus Vorarlberg lief beim Vienna 5K auf der Wiener Ringstraße in 15:34 Minuten zu Sieg und neuem österreichischen Rekord im 5-km-Straßenlauf. Zugleich erfüllte die 23-Jährige damit das Limit für die Straßenlauf-WM im September in Kopenhagen und setzte ein deutliches Ausrufezeichen für den heimischen Laufsport.

Redlinger schreibt Geschichte auf der Ringstraße

Dass sie als neue Rekordhalterin ins Ziel laufen würde, hatte Redlinger vor dem Start nicht auf dem Zettel. „Ganz ehrlich: Ich hatte das Limit für die Straßenlauf-Weltmeisterschaften im Blick. An den österreichischen Rekord hab ich nicht gedacht, auch weil die Strecke ja ein bisschen tricky ist", sagte die Vorarlbergerin. „Aber ich hab mich in der Bergauf-Passage zum Schluss sogar besser gefühlt als in der Bergabpassage am Beginn. Und dann hab ich noch ein paar Jungs überholt, das hat enorm gepusht."

Mit ihrer Zeit verbesserte Redlinger (TS Lustenau) den bisherigen ÖLV-Rekord, den Julia Mayer und Jennifer Wenth gemeinsam mit 15:46 Minuten gehalten hatten, um zwölf Sekunden. Gleichzeitig unterbot sie das WM-Limit von 15:52 Minuten deutlich. Der Veranstaltungsrekord des Vienna 5K liegt bei 15:32 Minuten und stammt von der Slowenin Klara Lukan aus dem Jahr 2023. Redlingers 15:34 ist damit die zweitschnellste je bei diesem Rennen erzielte Zeit.

Den zweiten Platz sicherte sich Cordula Lassacher (ATUS Knittelfeld), die beim Vienna 5K bereits 2024 Vierte und 2025 Zweite geworden war und in dieser Saison bereits einen österreichischen Rekord über 15 km sowie persönliche Bestzeiten im Halbmarathon und über 10 km erzielt hatte. Lassacher lief diesmal in persönlicher Bestleistung von 15:57 Minuten. Bei den Männern gewann Tobias Rattinger (LAC BMD Amateure Steyr) in 14:21 Minuten.

Für Redlinger hat der Rekord eine besondere Bedeutung, die über die sportliche Leistung hinausgeht. „Es ist richtig schön, ein Mega-Moment", sagte sie. Neben dem Leistungssport führt die 23-Jährige ihre eigene Firma Redlinger Webdesign und betreibt den Laufsport damit nicht hauptberuflich, wie sie selbst betonte. Kein einziger Sponsor begleitet ihre Karriere. Dass sie dennoch auf nationalem Rekordniveau läuft, macht ihre Leistung noch bemerkenswerter.

Bereits im März hatte Redlinger in Oberriet ihren eigenen VLV-Rekord im 10-km-Straßenlauf auf 33:04 Minuten verbessert und sich damit auf Platz vier der ÖLV-Alltime-Liste geschoben. Die Entwicklung der jungen Vorarlbergerin verläuft steil nach oben.

WM-Ticket für Kopenhagen gelöst

Mit dem neuen Rekord hat Redlinger auch ihr Ticket für die World Athletics Road Running Championships, die am 19. und 20. September 2026 in Kopenhagen stattfinden und Weltmeister im Halbmarathon, über 5 km und über die englische Meile küren werden, praktisch sicher gelöst. Die Titelkämpfe in der dänischen Hauptstadt vergeben sechs WM-Titel über drei Distanzen: eine Meile, 5 km und Halbmarathon. Mit 15:34 Minuten liegt Redlinger klar unter dem geforderten Limit von 15:52 Minuten.

Rekordmarke auch bei den Anmeldungen

Nicht nur auf der Strecke wurden beim VCM-Wochenende Bestmarken gesetzt. Rund 49.000 Anmeldungen von Menschen aus 150 Nationen machen den VCM 2026 zum größten Aktivsportevent Österreichs, ein deutliches Plus gegenüber der bisherigen Rekordzahl von 46.083 Meldungen aus dem Jahr 2025. Die finale Zahl beläuft sich auf exakt 49.379 Anmeldungen für alle Bewerbe. Auf den Sonntag entfallen davon 40.433 Starts, auf den Samstag 8.946.

Den größten Einzelbewerb stellt mit 13.963 Anmeldungen der Wiener Städtische Halbmarathon dar, gefolgt vom Marathon mit 12.995 und dem Powerade Staffelmarathon mit 10.760 Teilnehmenden. Halbmarathon, Marathon und Staffellauf waren bereits seit einem halben Jahr ausverkauft.

Der Samstag bot neben dem Vienna 5K ein breites Programm: vom Coca-Cola Inclusion Run über den Prinzessinnen- und Prinzenlauf, der anlässlich des 30-jährigen UNESCO-Welterbe-Jubiläums von Schloss und Gärten Schönbrunn ausgetragen wurde, bis zu The Daily Mile Läufen für Kinder und Jugendliche. Den kulturellen Auftakt setzte bereits am Vormittag ein Konzert im ausverkauften Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Unter den mitwirkenden Musikern war auch Aaron Gruen, der österreichische Marathonrekordhalter, der beim Konzert Cello spielte und am Folgetag erstmals in Österreich einen Marathon bestritt.

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