Eine Woche vor dem Start des The North Face Grossglockner Ultra-Trail steht das Startfeld, und die Namen darin lassen kaum Zweifel daran, dass im österreichischen Hochgebirge ein ernsthafter Wettkampf bevorsteht. Fünf Distanzen, Zell am See-Kaprun als Basis, der Großglockner als stille Kulisse: GGUT ist eines der anspruchsvollsten Trailrunning-Events im deutschsprachigen Raum.
Das GGUT-Feld 2026 im Überblick
Auf dem großen GGUT-Loop trifft im Männerrennen Tobi Fritz auf Marcel Geissler, Ivan Favretto, Simon Krammig und Consti Leinekugel. Das ist kein Feld, das sich auf einen klaren Favoriten einigen lässt. Zu unterschiedlich sind die Stärken, zu lang und zu variabel die Strecke. Bei den Frauen gehen Noor Van der Veen und Dariia Bodnar an den Start. Der GGUT-Loop belohnt keine frühe Show. Er belohnt, wer in der Nacht noch klare Entscheidungen trifft, wenn die Beine längst aufgehört haben, höflich zu sein.
Auf dem OTT stehen Markus Lindl und Moritz Dammann im Männerfeld, bei den Frauen ist Ida-Sophie Hegemann eine der Athletinnen, die es zu beobachten gilt. Gelände und Distanz scheinen bei ihr auf eine bestimmte Art zusammenzupassen.
Der GGT bringt mit Pau Capell einen Namen ins Startfeld, der die Erwartungen an das gesamte Rennen verschiebt. Jiri Petr und Jack Chamberlain komplettieren ein Männerfeld, das auf dem Papier ausgeglichen wirkt und auf dem Trail entsprechend unvorhersehbar sein dürfte. Bei den Frauen sind Jojo Ehrenklau, Robyn Lesh, Hannah Wall und Amelie Hohenleitner gemeldet. Das GGT-Frauenrennen verdient volle Aufmerksamkeit.
Auf dem GWT, kürzer in der Streckenlänge, aber nicht im Höhenprofil, ist Josef Bodner einer der Männer, die das Rennen bestimmen könnten. Bei den Frauen lohnt der Blick auf Isabell Speer, Beliana Hilbert und Tani Kühn. Und auf dem KST geht Sebastian Falkensteiner an den Start, einem Format, das kurz klingt und es in keiner Weise ist.
Die gemeldeten Athletinnen und Athleten nach Distanz
GGUT-Loop (Männer)
Name |
|---|
Tobi Fritz |
Marcel Geissler |
Ivan Favretto |
Simon Krammig |
Consti Leinekugel |
GGUT-Loop (Frauen)
Name |
|---|
Noor Van der Veen |
Dariia Bodnar |
OTT (Männer)
Name |
|---|
Markus Lindl |
Moritz Dammann |
OTT (Frauen)
Name |
|---|
Ida-Sophie Hegemann |
GGT (Männer)
Name |
|---|
Pau Capell |
Jiri Petr |
Jack Chamberlain |
GGT (Frauen)
Name |
|---|
Jojo Ehrenklau |
Robyn Lesh |
Hannah Wall |
Amelie Hohenleitner |
GWT (Männer)
Name |
|---|
Josef Bodner |
GWT (Frauen)
Name |
|---|
Isabell Speer |
Beliana Hilbert |
Tani Kühn |
KST (Männer)
Name |
|---|
Sebastian Falkensteiner |
Zell am See-Kaprun als Treffpunkt der Trailrunning-Szene
GGUT ist mehr als ein Wettkampf. Die Woche davor gehört dazu: Zell am See-Kaprun füllt sich mit Athleten, Crews und Begleitern, die alle so tun, als wären sie entspannt. Das Trailrunning-Netzwerk SALTY wird in dieser Woche mit einem physischen Anlaufpunkt vor Ort sein, dem sogenannten SALTY HUB, einem umgebauten Container, der als informeller Treffpunkt für Läuferinnen, Läufer und Begleiter dient. Kein Messestand, kein Marketingauftritt, sondern ein Ort, an dem Rennwoche spürbar wird, bevor die Stirnlampen angehen.
Der Großglockner selbst, mit 3.798 Metern Österreichs höchster Berg, gibt dem Event seinen Charakter. Die Strecken führen durch hochalpines Gelände, über Pässe, lange Abfahrten und an Versorgungspunkten vorbei, die mitten in der Nacht zu kleinen Knotenpunkten des Rennens werden. Wer hier oben gewinnen will, braucht mehr als Grundschnelligkeit. Er braucht Urteilsvermögen, wenn das Gelände alle anderen Gedanken längst verdrängt hat.




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