Am 25. Oktober geht der Mainova Frankfurt Marathon 2026 in seine 43. Ausgabe. Die Veranstaltung hat in diesem Jahr gleich in mehrerer Hinsicht historische Dimensionen: Das Männer-Elitefeld ist das schnellste in der Geschichte des Rennens, der Teilnehmerrekord bei den Amateuren ist bereits gebrochen, und mit Meskerem Assefa kehrt die Siegerin von 2018 ins Frauen-Elitefeld zurück.
Historisches Männerfeld: Vier Läufer unter 2:05
Vier Läufer mit persönlichen Bestzeiten unter 2:05 Stunden sowie vier weitere, die bereits unter 2:07 Stunden geblieben sind, stehen auf der Startliste. Noch nie zuvor standen bei der Veranstaltung vier Athleten am Start, deren persönliche Bestzeiten unter 2:05 Stunden liegen.
Europameister Amanal Petros (Hannover 96) führt mit seiner deutschen Rekordzeit von 2:04:03 Stunden die Startliste an, während auch der Äthiopier Andualem Belay sowie seine Konkurrenten Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) und Richard Ringer (LC Rehlingen) persönliche Bestzeiten von unter 2:05:00 Stunden aufweisen. Petros bietet sich in Frankfurt die Chance, seinen deutschen Rekord zu verbessern, und hat dabei sogar den Europarekord im Blick. Um den Europarekord zu unterbieten, müsste er die Marke des Belgiers Bashir Abdi unterbieten, der 2021 mit 2:03:36 Stunden die kontinentale Bestzeit aufstellte.
Bei den Marathon-Europameisterschaften 2026 in Birmingham gewannen die drei Deutschen Silber in der Teamwertung. In Frankfurt treffen sie nun erstmals gemeinsam bei einem City-Marathon aufeinander. Das Trio muss sich unter anderem mit dem Sieger des Rennens 2024 auseinandersetzen: Benard Biwott kehrt nach Frankfurt zurück.
Die folgende Tabelle zeigt das Männer-Elitefeld mit den gemeldeten Bestzeiten:
| Name | Nation | Bestzeit |
|---|---|---|
| Amanal Petros | Deutschland | 2:04:03 |
| Andualem Belay | Äthiopien | 2:04:44 |
| Samuel Fitwi | Deutschland | 2:04:45 |
| Richard Ringer | Deutschland | 2:04:47 |
| Benard Biwott | Kenia | 2:05:25 |
| Haimro Alame | Israel | 2:06:04 |
| Antenayehu Dagnachew | Äthiopien | 2:06:55 |
| Jiregna Geleta | Äthiopien | 2:06:57 |
| Derara Hurisa | Äthiopien | 2:08:09 |
| Jirata Dinki | Äthiopien | 2:08:18 |
| Abe Gashahun | Äthiopien | 2:08:35 |
| Lemawork Ketema | Österreich | 2:10:44 |
Wer sich über die Favoritenrolle bei den Männern und die deutschen Titelchancen genauer informieren möchte, findet eine ausführliche Einordnung im Artikel „Das sind die Favoriten beim Mainova Frankfurt Marathon 2026".
Assefa kehrt zurück: Zweitbestes Frauenfeld der Geschichte
Bei den Frauen kehrt die Äthiopierin Meskerem Assefa nach Frankfurt zurück, die das Rennen 2018 gewonnen hatte. Damit stehen nun fünf Läuferinnen im Elitefeld, die persönliche Rekorde von unter 2:22:00 aufweisen. Dies ist die zweitbeste Besetzung in der Geschichte des Traditionsrennens, lediglich im vergangenen Jahr war es noch eine Läuferin mehr.
Für das Frauen-Elitefeld konnte der Start von Meskerem Assefa nun gesichert werden. Aufgrund der deutlich verschärften Visavergabe, mit der derzeit auch europäische Laufveranstalter zu kämpfen haben, war zunächst unklar, ob die Äthiopierin nach Deutschland einreisen kann. Inzwischen ist es gelungen, das Visum für Assefa zu erhalten.
Die schnellste Frau auf der Startliste ist Zeineba Yimer. Die Äthiopierin steigerte sich in diesem Frühjahr als Dritte beim Barcelona-Marathon auf 2:18:47. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:20:36 Stunden belegt Assefa den dritten Platz in der Rangliste der gemeldeten Frauen, hinter ihrer äthiopischen Landsfrau Zeineba Yimer und der für die USA startenden Betsy Saina mit 2:19:17 Stunden.
Für die deutsche Meisterin über 10.000 Meter, Blanka Dörfel, steht ein besonderer Wettkampf bevor: Sie gibt in Frankfurt ihr Debüt über die Marathondistanz. Mehr zu ihrer Vorbereitung und ihren Zielen für diesen Start gibt es im Artikel „Blanka Dörfel startet beim Mainova Frankfurt Marathon 2026 mit vielversprechendem Debüt".
Das vollständige Frauen-Elitefeld mit den gemeldeten Bestzeiten im Überblick:
| Name | Nation | Bestzeit |
|---|---|---|
| Zeineba Yimer | Äthiopien | 2:18:47 |
| Betsy Saina | USA | 2:19:17 |
| Meskerem Assefa | Äthiopien | 2:20:36 |
| Siranesh Yirga | Äthiopien | 2:21:08 |
| Marion Kibor | Kenia | 2:21:12 |
| Janet Ruguru | Kenia | 2:23:00 |
| Mehret Gemeda | Äthiopien | 2:23:29 |
| Milicent Jelimo | Kenia | 2:24:19 |
| Obse Abdeta | Äthiopien | 2:27:14 |
| Martina Strähl | Schweiz | 2:28:07 |
| Selam Fente | Äthiopien | 2:28:22 |
| Aselef Amare | Äthiopien | 2:28:47 |
| Blanka Dörfel | Deutschland | Debüt |
Teilnehmerrekord und eine Strecke, die Bestzeiten begünstigt
Auch abseits der Elite setzt die 43. Ausgabe neue Maßstäbe. Mit 19.676 gemeldeten Starterinnen und Startern auf der Marathonstrecke und insgesamt mehr als 34.000 Teilnehmenden in allen Wettbewerben stellt Frankfurt 2026 einen neuen Rekord auf. Bereits Mitte August war das Rennen ausgebucht.
Die Grundlage für all diese Bestzeiten liegt in der Strecke selbst. Sie ist sehr flach und weist, gemessen vom niedrigsten bis zum höchsten Punkt, einen Gesamthöhenunterschied von nur 27,8 Metern verteilt auf die gesamte Streckenlänge von 42.195 Metern auf. Die schnelle Streckenführung des Mainova Frankfurt-Marathons führt Elite- wie Breitensportlerinnen und -sportler gleichermaßen zu neuen Bestzeiten: Die Durchschnittszeit aller Läuferinnen und Läufer liegt knapp unter vier Stunden, was den Frankfurt-Marathon zum schnellsten Breitensportmarathon Deutschlands macht.
Den Streckenrekord bei den Männern hält nach wie vor der Kenianer Wilson Kipsang: Er krönte 2011 das 30. Jubiläum mit einer Kursbestzeit von 2:03:42 Stunden und verpasste dabei den damaligen Weltrekord um lediglich vier Sekunden. Bei den Frauen stellte Hawi Feysa 2024 den Streckenrekord mit 2:17:25 Stunden auf.
Der Kurs führt vom Startbereich an der Friedrich-Ebert-Anlage durch das Bankenviertel, vorbei an der Alten Oper, über die Alte Brücke, durch Sachsenhausen, weiter nach Höchst und zurück über die Mainzer Landstraße ins Zentrum. Das Ziel ist die Festhalle, wo die Läuferinnen und Läufer über einen roten Teppich einlaufen. Erstmals wird der Start in diesem Jahr in fünf Wellen aufgeteilt, um den Ablauf bei der Rekordbeteiligung zu optimieren.
Eine weitere Premiere: Als weltweit erster Marathon bietet Frankfurt für jeden Teilnehmer eine Zeitmessung für jeden einzelnen Kilometer, sodass das Rennen live und im Nachgang präzise analysiert werden kann.






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