RömerMan 2026 feiert 30. Jubiläum mit über 1.800 Startern auf olympischer Distanz

RömerMan 2026 feiert 30. Jubiläum mit über 1.800 Startern auf olympischer Distanz
Fotografía: © Förderverein LSV Leichtathletik

RömerMan 2026 feiert 30. Jubiläum mit über 1.800 Startern auf olympischer Distanz

July 8, 20262 minutos Tiempo de lectura

Der RömerMan in Ladenburg ist eines der beliebtesten olympischen Triathlon-Events Deutschlands. Alle Startplätze waren in weniger als fünf Minuten vergeben.

Am 18. Juli 2026 feiert der RömerMan in Ladenburg sein 30. Jubiläum. Über 1.800 Athletinnen und Athleten werden im Römerstadion an den Start gehen, auf der olympischen Distanz und der Einsteigervariante RömerFitness. Die Nachfrage übertraf dabei alle bisherigen Maßstäbe: Sämtliche Startplätze waren in weniger als fünf Minuten vergeben.

Von 170 Startern zu einer der beliebtesten olympischen Distanzen Deutschlands

Die Geschichte des RömerMan beginnt am 15. Juli 1995. Günter Bläß und Georg Rombach organisierten damals das erste Ladenburger Triathlon-Festival mit gerade einmal 170 Teilnehmenden. Das Römerstadion, das benachbarte Freibad und der Waldpark boten von Beginn an eine natürliche Kulisse für alle drei Disziplinen. Was als lokales Projekt startete, zählt heute zu den fünf beliebtesten olympischen Triathlon-Distanzen in ganz Deutschland.

Wettkampfleiter Alex Rittlinger ordnet die Entwicklung nüchtern ein: „Das hat uns selbst überrascht und zeigt, welchen Stellenwert der RömerMan inzwischen hat." Rund 80 Staffeln gehen allein auf der olympischen Distanz an den Start, dazu Vereine wie die LSV Ladenburg, die MTG Mannheim, das Soprema Team und die TSG Amicitia Viernheim, die das Teilnehmerfeld seit Jahren mitprägen.

Zwei Distanzen, zwei Charaktere

Der RömerMan bietet zwei klar unterschiedliche Formate. Die RömerFitness-Distanz eignet sich für Einsteigerinnen und Einsteiger: Geschwommen wird im Freibad, die Radstrecke führt über die Felder, der Lauf durch den Waldpark. Die olympische Distanz ist anspruchsvoller. Der Schwimmstart erfolgt im Neckar, die Radstrecke führt durch den vorderen Odenwald, das Höhenprofil verlangt auch erfahrenen Triathleten einiges ab.

Dass beides nebeneinander existiert, ist kein Zufall. Der RömerMan hat über die Jahrzehnte beides bewusst kultiviert: sportlichen Anspruch auf der einen Seite, einen zugänglichen Einstieg in den Triathlonsport auf der anderen. Aus diesem Umfeld gingen auch spätere Triathlon-Größen hervor. Patrick Lange, Laura Philipp, Timo Bracht und Sebastian Kienle sammelten beim RömerMan früh Wettkampferfahrung, bevor sie international reüssierten.

Ehrenamtliche Arbeit im Hintergrund

Hinter der Veranstaltung steht der Förderverein Leichtathletik/Triathlon LSV Ladenburg, der den RömerMan seit jeher ehrenamtlich organisiert. Ein rund 30-köpfiges Kernteam übernimmt über Monate Streckenplanung, Genehmigungen, Sicherheit, Sponsoring und Logistik. Am Wettkampftag selbst sorgen mehr als 400 Helferinnen und Helfer für den reibungslosen Ablauf.

Fabian Körner, der gemeinsam mit Rittlinger die Gesamtorganisation leitet, beschreibt die Grundlage des Erfolgs: „Da arbeiten Menschen mit enormem Engagement, viel Erfahrung und echter Leidenschaft zusammen, oft im Hintergrund, aber mit entscheidender Wirkung für den Erfolg der Veranstaltung."

Besonders aufwendig war in diesem Jahr erneut die Streckenvorbereitung. Das Team um Dietmar Schuff verarbeitete bei extremer Hitze mehrere Tonnen Teer auf den Radstrecken, um schadhafte Stellen zu schließen. Eine Arbeit, die über den Wettkampftag hinaus wirkt: Die Wege werden auch von Radfahrenden und Fußgängern im Alltag genutzt. Rittlinger dazu: „Wir investieren hier bewusst in Sicherheit, nicht nur für unsere Veranstaltung, sondern zum Wohle aller, die diese Strecken nutzen."

Wachstum ist kein Ziel

Das Organisationsteam hat bewusst entschieden, die Teilnehmerzahl nicht weiter auszubauen. Die Kapazitäten im Freibad, die Startgruppen und die Streckenlogistik setzen natürliche Grenzen. Im Vordergrund steht stattdessen die Qualität: bessere Abläufe, höhere Sicherheit, ein stabiler Platz im regionalen und überregionalen Triathlon-Kalender. Der RömerMan ist Teil des Rhein-Neckar-Cups und versteht sich dort als Leuchtturmveranstaltung.

Zu den strukturellen Herausforderungen zählen steigende behördliche Auflagen, die Abstimmung mit umliegenden Gemeinden, notwendige Straßensperrungen und die Gewinnung ausreichend vieler Helferinnen und Helfer. Trotzdem bleibt der Anspruch klar formuliert. Rittlinger: „Unser Wunsch ist klar: Wir möchten den RömerMan auch in den nächsten 30 Jahren anbieten."

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind auf der SPOFERAN Eventseite und unter www.roemerman.de verfügbar.

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