IRONMAN hat eine neue globale Community für Frauen im Triathlon-Sport gestartet: Woven. Die Plattform richtet sich an Frauen und nicht-binäre Personen, die sich im Ausdauersport vernetzen, gegenseitig unterstützen und gemeinsam wachsen wollen. Gleichzeitig appelliert IRONMAN ausdrücklich an alle anderen, die Frauen in ihrem Umfeld aktiv zu begleiten und zu stärken.
Was steckt hinter Woven?
Der Name ist Programm: Woven, zu Deutsch „verwoben", beschreibt eine Gemeinschaft, in der Verbindungen zwischen Athletinnen und ihren Unterstützerinnen und Unterstützern bewusst geknüpft werden. IRONMAN positioniert Woven als Ort, an dem Frauen in jeder Phase ihrer sportlichen Reise Ermutigung, Inspiration, Wissen und Zugehörigkeit finden sollen. Triathlon ist nach wie vor eine Sportart, in der Frauen in der Minderheit sind: In den USA und Kanada stieg die weibliche Beteiligung bei IRONMAN-Langdistanzrennen von 2024 auf 2025 zwar um zehn Prozent, doch weltweit machen Frauen nur 18 Prozent der IRONMAN-Athleten und 26 Prozent der 70.3-Starter aus. Genau hier setzt Woven an.
Die Community richtet sich nicht ausschließlich an Wettkampfathletinnen. Ob jemand gerade das erste Mal mit dem Triathlon-Training beginnt oder bereits mehrere IRONMAN-Rennen absolviert hat: Woven soll ein gemeinsamer Raum sein, der Zugehörigkeit schafft, bevor das erste Startgeld überwiesen ist. Denn der Weg zu einem IRONMAN bedeutet für viele Frauen weit mehr als Schwimmen, Radfahren und Laufen. Es geht darum, Zeit in einem bereits vollen Alltag zu finden, Selbstvertrauen aufzubauen und ein Umfeld zu schaffen, das einen trägt.
Allies gesucht: Auch Männer sind gefragt
Ein auffälliges Signal der Woven-Kampagne ist der explizite Aufruf an Trainingspartner, Freunde, Coaches, Teamkameradinnen und -kameraden sowie Familienangehörige. IRONMAN macht deutlich, dass ein inklusiverer Sport kein Projekt ist, das Frauen allein stemmen. Wer die Frauen in seinem Umfeld beim Training begleitet, anfeuert oder schlicht zuhört, trägt zur Stärke der gesamten Community bei. Dieser Gedanke ist nicht neu, gewinnt aber in einem Sportjahr an Gewicht, in dem die Debatte über Sichtbarkeit und Gleichstellung im Triathlon besonders laut geführt wird.
Bei reinen Frauen-Rennen konnten sich Athletinnen in einer Umgebung versammeln, in der ihnen die Bühne gehörte, mit dedizierter Berichterstattung über die stärksten Frauen des Sports, und einem gemeinschaftlichen Gefühl, das entsteht, wenn Frauen sich sicher fühlen, ganz sie selbst zu sein. Genau diese Energie will Woven dauerhaft erhalten, unabhängig vom jeweiligen Rennformat.
Kein Neustart, sondern ein weiterer Schritt
Woven ist nicht der erste Versuch von IRONMAN, Frauen im Triathlon gezielt zu fördern. Bereits 2015 wurde Women For Tri ins Leben gerufen, ein Programm der IRONMAN Foundation, das die weibliche Beteiligung auf allen Ebenen des Triathlons steigern soll und dabei primäre Einstiegshürden identifiziert und abbaut sowie Athletinnen aller Leistungsstufen ermutigt und stärkt. Die Online-Community des Programms zählt inzwischen mehr als 50.000 Triathletinnen.
Woven baut auf diesem Fundament auf und erweitert es um eine breitere, inklusivere Perspektive. Während Women For Tri stark auf Förderung und Finanzierung ausgerichtet ist, versteht sich Woven als alltäglicher Begegnungsraum: ein Netzwerk, das nicht nur vor dem Rennen und danach aktiv ist, sondern in den vielen Wochen und Monaten des Trainings dazwischen. Wer mehr erfahren möchte oder Teil der Community werden will, kann sich auf der IRONMAN-Website über Woven informieren.






0 Kommentare
Was denkst du dazu? Teile Deine Meinung mit der Community.
Melde Dich an, um einen Kommentar zu verfassen.