Valencia-Halbmarathon 2026: Kwizera läuft 58:03 – Klosterhalfen fehlt

Valencia-Halbmarathon 2026: Kwizera läuft 58:03 – Klosterhalfen fehlt
Bild: © SPOFERAN Redaktion | Symbolbild (KI-generiert)

Valencia-Halbmarathon 2026: Kwizera läuft 58:03 – Klosterhalfen fehlt

25. Oktober 20264 Minuten Lesezeit

Valencia-Halbmarathon 2026: Kwizera läuft 58:03, Chepkirui 1:03:51. Dazu deutsche Ergebnisse und was mit Klosterhalfen und Alina Reh war.

Der Valencia-Halbmarathon 2026 liefert erneut Weltklassezeiten: Rodrigue Kwizera gewinnt in 58:03 Minuten und stellt einen neuen spanischen Rekord auf. Sheila Chepkirui siegt bei den Frauen in 1:03:51 Stunden – Weltjahresbestleistung. Auch Laura Luengo verbessert den spanischen Rekord.

Valencia hat seinem Ruf als eine der schnellsten Laufstädte der Welt einmal mehr alle Ehre gemacht. Beim Halbmarathon am Sonntag, 25. Oktober 2026, fielen zwei spanische Rekorde, bei den Frauen gab es die schnellste Halbmarathonzeit des Jahres – und an der Spitze trennten teilweise nur Sekunden über Sieg und Niederlage.

Die spektakulärste Zahl des Vormittags: 58:03 Minuten.

Rodrigue Kwizera gewinnt den Valencia-Halbmarathon in 58:03

Rodrigue Kwizera setzte sich bei den Männern in 58:03 Minuten durch. Damit verbesserte der erst in diesem Jahr eingebürgerte Spanier den bisherigen Landesrekord von Carlos Mayo geradezu drastisch. Mayo war 2023 in Valencia 59:39 Minuten gelaufen.

Kwizera blieb damit sogar unter dem aktuellen Europarekord des Schweden Andreas Almgren von 58:06 Minuten. Als neuer Europarekord kann die Leistung allerdings nicht anerkannt werden: Der internationale Verbandswechsel Kwizeras zu Spanien ist bei World Athletics noch nicht abgeschlossen. National darf er bereits für Spanien antreten, international wird er derzeit noch nicht entsprechend gewertet.

Auch hinter Kwizera wurde es außergewöhnlich schnell. Thierry Ndikumwenayo lief als Zweiter 58:09 Minuten und blieb damit ebenfalls deutlich unter dem bisherigen spanischen Rekord. Der Kenianer Victor Kipruto komplettierte das Podium in 58:12 Minuten.

Erst auf den letzten Kilometern fiel die Entscheidung. Noch bei Kilometer 15 gehörten fünf Läufer zur Spitzengruppe, ehe Kwizera das Tempo weiter erhöhte und sich auf dem letzten Abschnitt entscheidend lösen konnte.

Valencia-Halbmarathon 2026 – Männer Top 5

  1. Rodrigue Kwizera (ESP) – 58:03

  2. Thierry Ndikumwenayo (ESP) – 58:09

  3. Victor Kipruto (KEN) – 58:12

  4. Tadese Worku (ETH) – 58:33

  5. Owen Kapkama (KEN) – 58:42

Sheila Chepkirui gewinnt dramatisches Frauenrennen

Bei den Frauen fiel die Entscheidung sogar noch knapper.

Sheila Chepkirui gewann in 1:03:51 Stunden – lediglich eine Sekunde vor Diana Wanza, die nach 1:03:52 Stunden ins Ziel kam.

Chepkiruis Zeit ist zugleich die Weltjahresbestleistung 2026 und nach Angaben des Veranstalters die siebtschnellste jemals gelaufene Halbmarathonzeit einer Frau. Daisilah Jerono wurde in 1:04:11 Stunden Dritte.

Besonders beeindruckend war dabei nicht nur die Spitze. Die zehnte Frau erreichte das Ziel noch in 1:05:40 Stunden. Der Veranstalter spricht deshalb vom bislang qualitativ stärksten Frauenrennen in der Geschichte der Veranstaltung.

Valencia-Halbmarathon 2026 – Frauen Top 5

  1. Sheila Chepkirui (KEN) – 1:03:51

  2. Diana Wanza (KEN) – 1:03:52

  3. Daisilah Jerono (KEN) – 1:04:11

  4. Mizan Alem (ETH) – 1:04:54

  5. Senayet Getachew (ETH) – 1:04:57

Laura Luengo läuft ebenfalls spanischen Rekord

Während an der Spitze um Weltklassezeiten gekämpft wurde, schrieb Laura Luengo aus spanischer Sicht ihre eigene Geschichte.

Die 28-Jährige lief 1:08:28 Stunden und verbesserte damit den erst kurz zuvor aufgestellten spanischen Rekord von Carla Gallardo. Gallardo hatte die nationale Bestmarke bei 1:08:30 Stunden gehalten.

Luengos Leistung ist umso bemerkenswerter, weil sie vor dem Rennen erklärt hatte, den Halbmarathon nicht einmal speziell vorbereitet zu haben. Eigentlich wollte sie versuchen, möglichst lange mit Gallardo mitzugehen. Am Ende war sie selbst die schnellste Spanierin – und neue Rekordhalterin.

Damit brachte der Halbmarathon in Valencia an einem Vormittag gleich zwei neue spanische Landesrekorde hervor.

Deutsche Ergebnisse: Becker schnellster Deutscher

Auch mehrere deutsche Athletinnen und Athleten waren in Valencia schnell unterwegs.

Jan Lukas Becker war mit 1:01:30 Stunden der schnellste Deutsche. Dahinter folgten Jona Bodirsky in 1:02:30 Stunden und Hannes Burger in 1:02:46 Stunden.

Bei den Frauen erreichte Lisa Merkel das Ziel nach 1:09:57 Stunden, Hannah Stegenwallner lief 1:12:20 Stunden.

Deutsche Top-Ergebnisse in Valencia

  • Jan Lukas Becker – 1:01:30

  • Jona Bodirsky – 1:02:30

  • Hannes Burger – 1:02:46

  • Lisa Merkel – 1:09:57

  • Hannah Stegenwallner – 1:12:20

Was war mit Konstanze Klosterhalfen und Alina Reh?

Aus deutscher Sicht fehlten allerdings zwei prominente Namen in den Ergebnislisten.

Konstanze Klosterhalfen war zunächst für den Valencia-Halbmarathon angekündigt worden. In einer offiziellen Mitteilung Ende September wurde die frühere Valencia-Siegerin noch mit einer Bestzeit von 1:05:41 Stunden im Elitefeld geführt. Auf der finalen Startliste unmittelbar vor dem Rennen erschien Klosterhalfen jedoch nicht mehr. Einen offiziell bestätigten Grund für ihren Verzicht gibt es bislang nicht.

Anders ist die Situation bei Alina Reh. Sie stand mit Startnummer 232 und einer Bestzeit von 1:08:42 Stunden noch auf der endgültigen Elite-Startliste. In den bislang veröffentlichten Ergebnisübersichten taucht sie jedoch nicht als Finisherin auf. Ob Reh letztlich nicht gestartet ist oder das Rennen vorzeitig beendet hat, ist bislang nicht eindeutig bestätigt.

Valencia bestätigt erneut seinen Ruf als Hochgeschwindigkeitskurs

Dass in Valencia schnelle Zeiten fallen, überrascht längst nicht mehr. Der flache Kurs gehört seit Jahren zu den wichtigsten Schauplätzen des internationalen Straßenlaufs.

2026 lieferte das Rennen dennoch eine außergewöhnliche Dichte: 58:03 Minuten beim Sieger, drei Männer innerhalb von neun Sekunden, eine Weltjahresbestleistung bei den Frauen und zwei neue spanische Rekorde.

Vor allem Kwizeras 58:03 besitzen dabei eine besondere Note. Rein nach der Uhr war der Spanier drei Sekunden schneller als der bestehende Europarekord – nur die noch nicht abgeschlossene internationale Transferregelung verhindert, dass die Marke auch als europäische Bestleistung geführt werden kann.

Für Valencia bleibt trotzdem ein weiterer Eintrag in einer inzwischen sehr langen Liste außergewöhnlicher Straßenlaufleistungen.

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