Vom 2. bis 10. Oktober 2026 öffnet die marokkanische Sahara erneut ihre Tore für Abenteurer aus aller Welt. Mit dem MDS 120 Morocco bringt der Veranstalter Marathon des Sables ein Format auf die Strecke, das die Faszination des legendären Wüstenrennens zugänglich macht, ohne dabei auf den Kern zu verzichten: echte Selbstversorgung, echte Wüste, echte Begegnungen.
Drei Etappen, drei Distanzen, eine Wüste
Auf dem Programm stehen drei Etappen durch die schönsten Landschaften der Sahara, mit einer Gesamtdistanz von wahlweise 70, 100 oder 120 Kilometern, die laufend oder gehend zurückgelegt werden können. Die Distanzen sind als Richtwerte zu verstehen und können je nach Geländetyp und Höhenprofil angepasst werden. Wer sich kurzfristig umentscheidet, hat dabei Spielraum: Teilnehmer können ihre Distanz auch direkt auf der Strecke anpassen, je nach Tagesform oder persönlichem Anspruch.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,5 km/h und einer Mindestgeschwindigkeit von 3,5 km/h ist das Format so konzipiert, dass alle komfortabel vorankommen können. Das spiegelt sich auch in der Teilnehmerstruktur wider: Rund 70 Prozent der Teilnehmer wählen das Gehen.
Selbstversorgung als Kern des Erlebnisses
Das MDS 120 Morocco findet in vollständiger Nahrungsselbstversorgung statt. Das bedeutet: Alle Mahlzeiten für die vier Wüstentage müssen im Rucksack mitgeführt werden. Trinkwasser stellt der Veranstalter am Biwak und an den Verpflegungspunkten bereit, die sich in Abständen von etwa 8 bis 12 Kilometern befinden. Nach jeder Etappe erhalten die Teilnehmer fünf Liter Wasser für Trinken, Kochen und einfache Körperpflege bis zum nächsten Tag. Für die Planung empfiehlt sich ein Vorrat von 10 bis 12 Mahlzeiten, mit einem Tagesminimum von 2.000 Kilokalorien.
Das ist kein Detail am Rande, sondern der eigentliche Charakter des Formats. Wer selbst entscheidet, was er isst, wie schwer sein Rucksack ist und wie er die Etappen einteilt, übernimmt Verantwortung für sein Abenteuer. Viele Teilnehmer setzen dabei auf Gefriergetrocknetes, salzige Snacks, Trockenfrüchte oder Energieriegel, um das Gewicht so gering wie möglich zu halten.
Biwak, Sicherheit und Begleitung
Vier Nächte verbringen die Teilnehmer im Herzen der Sahara am MDS-Biwak, dazu kommen vier Hotelnächte in der Provinz Ouarzazate: zwei vor und zwei nach dem Abenteuer. Zum Programm gehört auch ein Besuch des Ksar Aït-Ben-Haddou, eines UNESCO-Weltkulturerbes.
Das Biwak ist auf einfachen, praktischen Komfort ausgelegt und ermöglicht echte Entschleunigung. Es besteht aus Zellen mit je sechs Einzelzelten, die vom Veranstalter aufgestellt werden, und bleibt während des gesamten Events am selben Standort. Die Strecken sind alle 50 bis 100 Meter mit Markierungen versehen, ein Verlaufen ist damit nahezu ausgeschlossen. Zudem trägt jeder Teilnehmer einen GPS-Sender mit Alarmknopf, sodass die Organisation jederzeit den Standort kennt.
Einordnung: Das MDS-Universum
Das MDS 120 Morocco steht nicht allein. Der Marathon des Sables findet seit 1986 in der marokkanischen Sahara statt. Das Flaggschiff-Event, der MDS Legendary, umfasst rund 250 Kilometer in sechs Etappen und erstreckt sich über elf Tage in Marokko, davon neun in der Wüste. Die erste Ausgabe wurde 1986 mit 23 Teilnehmern ausgetragen, darunter der französische Abenteurer Patrick Bauer, der zwei Jahre zuvor einen Teil der Sahara allein zu Fuß durchquert hatte.
Das MDS 120 Morocco gibt die Möglichkeit, die Sahara von innen zu entdecken, auf demselben Terrain wie das ikonische MDS Legendary, das auf 39 Ausgaben zurückblickt und die Träume vieler Abenteuer- und Langstreckenbegeisterter befeuert. Für alle, die eines Tages den MDS Legendary in Angriff nehmen wollen, bietet das Format zugleich die Möglichkeit, sich unter realen Bedingungen zu testen.






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