Vienna City Marathon 2026: Starkes Elitefeld mit Titelverteidigung und Comebacks

Vienna City Marathon 2026: Starkes Elitefeld mit Titelverteidigung und Comebacks
Obrázek: © VCM / Roman Pfeiffer | Pressekonferenz Vienna City Marathon

Vienna City Marathon 2026: Starkes Elitefeld mit Titelverteidigung und Comebacks

16. duben 20262 minutes Doba čtení

Am 19. April 2026 startet der 43. Vienna City Marathon mit Top-Athleten, schnellen Kursen und spannenden Favoriten bei Damen und Herren.

Am 19. April 2026 geht der Vienna City Marathon in seine 43. Auflage. Kurz vor dem Startschuss hat das Organisationsteam das Elitefeld vorgestellt, das in diesem Jahr mit einer Mischung aus Titelverteidigung, Comeback-Geschichten und internationaler Klasse aufwartet.

Chepkemoi will Titel verteidigen, Äthiopierinnen greifen an

Titelverteidigerin Betty Chepkemoi hat ihren Start beim Vienna City Marathon 2026 bereits frühzeitig zugesagt. Die Kenianerin, die im Vorjahr bei eisiger Kälte in 2:24:14 Stunden den Sieg holte, wird sich deutlich steigern müssen, um einen weiteren Triumph feiern zu können. Chepkemoi und ihr damaliger Sieger bei den Männern, Haftamu Abadi, galten 2025 als Überraschungssieger, die beide erst ihren zweiten Marathon liefen und aus einem stark besetzten Elitefeld herausstachen.

Zwei Äthiopierinnen sind diesmal in der Favoritinnenrolle: Haftamnesh Tesfaye mit einer Bestzeit von 2:20:13 Stunden und Tigist Gezahagn, die bereits in diesem Jahr beim Doha-Marathon in 2:21:14 gewann, kommen mit vielversprechenden Leistungen nach Wien. Beide haben das Potenzial, den Streckenrekord zu unterbieten. Diesen hält seit 2022 die Kenianerin Vibian Chepkirui mit 2:20:59. Bei idealen Bedingungen könnte Wien sogar einen Angriff auf die erste Frauenzeit unter 2:20 Stunden in Österreich erleben.

Tesfaye bringt dabei eine besondere Geschichte mit. Die 31-Jährige kommt mit einer ungewöhnlichen Karriere an den Start: Ihre Bestzeit von 2:20:13 stammt von ihrem Marathondebüt in Dubai 2018, im gleichen Jahr zeigte sie in Frankfurt mit 2:20:47 eine weitere Topleistung. Verletzungsprobleme verhinderten weitere starke Rennen, mit der Gründung einer Familie wuchs der Abstand zum Leistungssport. Ihre zwei Söhne sind vier und fünf Jahre alt. Mittlerweile ist sie wieder voll im Training und bereit für ein Comeback auf Topniveau. Für die Laufszene ist ihr Wien-Start damit mehr als ein normaler Wettkampf.

Komplettiert wird das Frauenfeld durch die US-Amerikanerin Lindsay Flanagan. Flanagan belegte zuletzt Platz 8 beim Tokyo Marathon 2023 in 2:26:08 und lief beim Chicago Marathon 2024 in 2:23:31 eine neue persönliche Bestzeit. Sie hat bereits Top-10-Platzierungen bei den Marathons in Boston und Chicago vorzuweisen und besitzt eine Silbermedaille von den Panamerikanischen Spielen 2015.

Kibrom kehrt zurück, starkes Männerfeld

Vor vier Jahren war Oqbe Kibrom bereits knapp davor, in Wien seinen ersten Marathonsieg zu feiern. Nach 30 km setzte er sich an der Spitze ab und hatte schon einen klaren Vorsprung. 2026 bekommt er eine zweite Chance auf den Sieg an der Donau. Kibrom wird von zwei Afrikanern herausgefordert, die ebenfalls vor zwei Jahren ihre persönlichen Bestzeiten erzielten: Der Äthiopier Tafese Delegen lief in Sevilla 2:06:11, Stanley Kurgat aus Kenia erzielte in Berlin 2:07:05.

Mica Cheserek, der 2025 beim VCM Zweiter wurde, ist ebenfalls wieder dabei. Cheserek ist ein ehemaliger 17-facher NCAA-Champion, der ursprünglich als Bahnläufer Karriere machte, bevor er den Wechsel auf die Straße vollzog. Beim Vienna City Marathon 2025 lief er in 2:10:23 auf Platz zwei.

Rekordteilnahme und ein schneller Kurs

Der Vienna City Marathon ist ein World Athletics Elite Label Road Race und verzeichnete 2025 mit 46.083 Athleten aus 146 Nationen die höchste Beteiligung seiner Geschichte. Die Ausgabe 2026 ist die 43. Auflage des Rennens.

Die Strecke weist einen maximalen Höhenunterschied von nur 44 Metern auf und gilt damit als einer der schnellsten Marathonkurse Europas. Sie führt vom Start beim Vienna International Center durch den Wiener Prater, an der Staatsoper und am Schloss Schönbrunn vorbei bis ins Ziel auf der Ringstraße zwischen Burgtheater und Rathaus. Durch den Prater führt auch ein Teilstück jener Strecke, auf der Eliud Kipchoge am 12. Oktober 2019 als erster Mensch einen Marathon unter zwei Stunden lief. Ein Viertel des VCM-Kurses verläuft auf Kipchoge's 1:59-Strecke.

Das Preisgeld ist geschlechtergleich ausgeschrieben: Sieger und Siegerin erhalten jeweils 15.000 Euro. Kommt es zu einem Streckenrekord, winkt ein zusätzlicher Bonus von rund 10.000 Euro. Angesichts des Elitefelds und eines Kurses, der schnelle Zeiten begünstigt, sind spannende Entscheidungen auf der Ringstraße vorprogrammiert.

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