Als Sabrina Prager zum ersten Mal vom 🔗 Dreiburgenland Marathon hörte, war sie keine Teilnehmerin. Sie war Begleitung. Ihr Vater lief beim ersten Dreiburgenland Marathon die Halbmarathon-Distanz, sie war dabei – am Rand, mittendrin, in ihrem Heimatort. Es ist eine dieser Konstellationen, die rückblickend beinahe selbstverständlich wirken: ein Lauf, der Teil der eigenen Biografie wird, lange bevor man selbst an der Startlinie steht.
Viele Jahre später sollte genau diese Strecke zu einer werden, die bleibt. 12,45 Kilometer rund um Thurmansbang, mit Höhenmetern, wechselnden Untergründen und einem Streckenrekord, der bis heute Bestand hat.
Landschaftslauf im Frühling: Warum die Heimatstrecke in Thurmansbang in Bayern besonders fordert
Was sie damals reizte, war kein Zufall. „Meine Heimatstrecke, die ich in- und auswendig kenne“, sagt Prager. Das hügelige Profil, die landschaftlich reizvolle Runde um den Dreiburgensee, das Wissen um jede Welle, jeden Anstieg. Thurmansbang ist für sie kein Austragungsort, sondern Herkunft.
Am Start fühlt sie dennoch das, was fast alle Läuferinnen und Läufer kennen. Lust zu laufen – und eine gewisse Nervosität. „Ich habe Bock zu laufen, aber bin wie bei jedem Wettkampf immer ein wenig nervös.“ Ein Zustand, der sich nicht mit Erfahrung auflöst, sondern dazugehört.
12,45 Kilometer mit Höhenmetern: Was einen anspruchsvollen Frühlingslauf ausmacht
Die 12,45 Kilometer gelten als anspruchsvoll – und genau darin liegt ihr Reiz. „Es ist alles dabei“, sagt Prager. Anstiege, welliges Profil, Sandwege, Asphalt. Wer hier läuft, muss sich die Kräfte einteilen. Gleichzeitig sei die Strecke schnell zu laufen. Ein Widerspruch, der nur auf den ersten Blick besteht.
Sie beschreibt die Strecke fast wie eine Abfolge vertrauter Kapitel. Der erste Anstieg aus dem Dorf, hinauf Richtung Skilift. Danach zügig, aber wellig weiter nach Rabenstein. Fast zwei Kilometer bergab – ein Abschnitt, in dem man „es schön laufen lassen“ kann. Es folgt der Anstieg nach Loderhof, dann zwei flachere Kilometer zum Dreiburgensee. Ihr persönliches Highlight: die zwei Kilometer um den See. Anschließend der Abschnitt zur Bründlkapelle – und zum Schluss nochmals Höhenmeter bis ins Ziel. „Die Strecke ist schön und bis zum Schluss fordernd.“
Formtest im Frühjahr: Wann sich auf profilierten Strecken zeigt, dass ein guter Lauftag wartet
Die ersten Kilometer nutzt sie zum Reinkommen. „Ab Kilometer sechs oder sieben weiß man dann: Es wird ein guter Tag.“ Ein Blick auf die Uhr bestätigt das Gefühl. Dass an diesem Tag etwas Besonderes passieren würde, war dennoch kein Ziel. Den Streckenrekord kannte sie damals nicht. „Es ist passiert“, sagt sie.
Heute weiß sie, was dieser Lauf bedeutet. Der Rekord gewinnt mit den Jahren an Wert – auch, weil sie ihn trotz vieler Versuche nie ganz wieder erreicht hat. „Da merkt man, wie schnell man damals war“, sagt sie, fast überrascht. Weniger Training, mehr Leichtigkeit. Ein Gedanke, der viele erfahrene Läuferinnen begleitet.
Warum Landschaftsläufe im Frühling mehr sind als Straßenrennen
Was diesen Lauf für sie von klassischen Straßenrennen unterscheidet, ist nicht nur das Profil. Unterschiedliche Beläge, kupiertes Gelände, ständige Abwechslung. „Es geht nicht um konstante Kilometerzeiten wie bei einem Zehnkilometer-Straßenrennen.“ Die Landschaft spielt eine zentrale Rolle. Heimat. Wellen. Bergauf, bergab. „Das ist meins.“
Ein Moment ist ihr bis heute besonders präsent: bekannte Gesichter entlang der Strecke, die anfeuern. Auch das gehört zum Dreiburgenland Marathon. Er ist kein anonymes Rennen, sondern einer, bei dem sich vieles wiederholt – Menschen, Orte, Begegnungen.
Streckenrekord im Frühlingslauf: Wenn Erfahrung wichtiger wird als Tempo
Der Streckenrekord bedeutet ihr viel – sportlich wie persönlich. Und doch steht er nicht im Mittelpunkt. Landschaftsläufe wie dieser seien wichtiger für den Laufsport, als man oft denke, sagt Prager. Man könne abschalten, genießen, ohne permanenten Zeitdruck. „Außer man will seinen eigenen Rekord angreifen“, fügt sie schmunzelnd hinzu.
Läuferinnen, die zum ersten Mal starten, rät sie zu Gelassenheit. Gut einteilen, nicht überpacen am Anfang – und dann laufen und genießen.
Teil der 25-jährigen Geschichte dieses Laufs zu sein, bedeutet ihr viel. Thurmansbang ist ihr Heimatort, sie stand viele Male an der Startlinie. Dass es den Dreiburgenland Marathon seit einem Vierteljahrhundert gibt, führt sie auch auf die Menschen dahinter zurück. „Ludwig Schürger und sein Team machen einen tollen Job, mit viel Herzblut.“
Was vom Dreiburgenland Marathon bleiben soll, ist für sie klar: eine Veranstaltung mit Tradition, Leidenschaft – und jedes Jahr ein Erlebnis. Getragen von der Strecke. Und von denen, die sie möglich machen.
Wer den beschriebenen Charakter dieses Frühlingslaufs selbst erleben möchte, findet alle Informationen zum 🔗 Dreiburgenland Marathon auf der offiziellen Event-Seite. Dort sind Strecken, Distanzen und organisatorische Hinweise übersichtlich zusammengestellt.
Begleitend dazu entsteht anlässlich des 25-jährigen Jubiläums im Community-Bereich der Veranstaltung eine fortlaufende Blog-Reihe mit weiteren Porträts von Sportlerinnen und Sportlern, die den Lauf über die Jahre geprägt haben – ergänzt um persönliche Rückblicke und neue Beiträge, die in den kommenden Wochen folgen werden.
👉 Zur Event-Seite des Dreiburgenland Marathons
👉 Zum Community-Bereich mit allen Jubiläumsartikeln

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